Kaufpreis: Eine Million Euro für die verbleibenden 200 Hektar Wald.

Die Betreiber der Suchmaschine Ecosia, die für jede Suchanfrage einen Baum pflanzen, wollen nicht nur neue Wälder aufbauen, sondern auch einen bestehenden Wald beschützen.

Die Suchmaschine Ecosia hat nach eigenen Angaben über 39 Millionen Bäume gepflanzt Foto: Screenshot / Website/ www.ecosia.org

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Der „Hambi“, wie der Hambacher Forst in Nordrhein-Westfalen genannt wird, sollte vom Energiekonzern RWE abgeholzt werden für den Ausbau des Braunkohle-Tagebaus in der Region.

Umweltaktivisten hatten zwar einen temporären Stopp der Räumungsarbeiten und Rodungspläne vor dem Obergerichshof Münster erwirkt, aber ob der Wald ein Schutzgebiet für die bedrohte Tierart Bechsteinfledermaus wird, oder doch Baustelle für Braunkohleabbau, ist noch unklar.

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Die Öko-Suchmaschine Ecosia will dem Energiekonzern RWE die Entscheidung erleichtern.

Das grüne Unternehmen bietet dem Wirtschaftskonzern an, die 200 Hektar Wald für eine Million Euro abzukaufen.

In einem Facebook-Post erklärt Christian Kroll, Geschäftsführer der Ecosia GmbH, warum aus seiner Sicht das Angebot „ein fairer Interessenausgleich zwischen RWE und der Bevölkerung“ sein kann.

Mehrere Hundert Menschen protrstieren seit Wochen in dem Hambacher Forst.

Das Posting ist zeigt das offizielle Schreiben an Herrn Dr. Rolf Martin Schmitz, Vorstandvorsitzender der RWE AG.

Das Angebot steht laut den Sozialunternehmern bis 31. Oktober.

Laut einem Unternehmenssprecher von RWE will der Energiekonzern allerdings nicht auf das Angebot eingehen: „Dieses Angebot kommentieren wir nicht und werden darauf auch nicht reagieren – das Angebot spricht für sich selbst.“

Anscheinend wiegt die echte Kohle mehr, als „Kohle“ in Form von Geld.

Quelle: Noizz.de