Belgien verbietet religiöses Schlachten – die einen finden's gut, die anderen schlecht

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Tierschützer, aber auch Rechtspopulisten hatten sich für Verbot eingesetzt Foto: Photo by Lukas Budimaier on Unsplash

Des Tieres Freud, des Gläubigen Leid.

Die religiöse Schlachtung, bei der die Tiere noch lebendig sein müssen, während sie vollständig ausbluten, ist in Belgien verboten worden. Die Begründung: Die Methode sei Tierquälerei. Seit dem 1. Januar 2019 muss das Vieh also bereits vor der Schlachtung getötet werden.

Tierschützer feiern die Entscheidung der belgischen Regierung. Scharf kritisiert wird das neue Gesetz von muslimischen und jüdischen Organisationen. Die koschere oder halal Schlachtung ist im Judentum und Islam Pflicht. Betäubung oder Tötung durch Elektroschock widerspreche diesem Rituell, manche gläubigen Muslime und Juden fühlen sich in ihrer Religionsfreiheit bedroht. Viele Juden und Muslime fürchten außerdem, dass Rechtspopulisten und Antisemiten hinter dem neuen Verbot stecken.

In Deutschland ist diese Art der Schlachtung bereits gesetzlich verboten. Aus religiösen Gründen können jedoch Ausnahmegenehmigungen erteilt werden.

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Quelle: Noizz.de

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