Schnee hat's in der Alpenrepublik ja genug.

Das Klischee will es so: Wohlhabende koksen gern – und viel! Weil sie sich das teure Puder eben leisten können. Die Schweiz ist zwar nicht das reichste Land der Welt, liegt aber immerhin auf Platz elf – zwei Plätze vor den USA (Platz 13) und acht Plätze vor Deutschland (Platz 19).

Jetzt zeigt eine neue Studie der gemeinnützigen Stiftung „Sucht Schweiz“: Die Eidgenossen konsumieren fünf Tonnen Kokain pro Jahr! Die Studie wurde laut Luzerner Zeitung im Kanton Waadt durchgeführt. Demnach ziehen sich die Waadtländer jeden Tag etwa 1,3 Kilo Schnee durch die Nase. Die Erkenntnisse ließen sich auf die ganze Schweiz anwenden.

Das Klischee, dass nur Bänker koksen, um effizienter zu arbeiten, sei zudem nicht richtig. Es koksen genauso Hausfrauen, Bauarbeiter und Ärzte.

Außerdem untersucht die Studie den durchschnittlichen Verdienst der schweizer Drogendealer. Die verdienen nämlich bis zu 78 Franken (circa 67 Euro) pro Stunde. Kokain ist auch in der Schweiz weiterhin teuer. Ein Gramm kostet rund 100 Franken, umgerechnet 85 Euro. In den 90ern war Schnee noch viel teuerer: Ein Gramm kostete damals 300 bis 500 Franken!

Verkauft wird übers Darknet, per Telefon, SMS oder Fahrradkurier, bei Treffen oder im Freundeskreis, vor allem aber auf der Straße.

Auch was die Reinheit des Stoffs angeht, liefert die Studie Erkenntnisse. Im Schnitt liegt diese bei weniger als 40 Prozent. Das sei in Zürich ganz anders: Dort zeigen Drogenchecks eine Reinheit von beinahe 90 Prozent!

Zweck der Studie sei es, eine Grundlage für eine faktenbasierte Diskussion über Drogenpolitik zu schaffen. So etwas würden wir uns auch für Deutschland wünschen ...

Quelle: Noizz.de