Nach Rassismus-Werbung: H&M-Filialen verwüstet

Florian Gehm

Politik, Rap und Games
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Demonstranten vor einer Filiale in Kapstadt Foto: Reuters / Social Media / Noizz.de

Die Modemarke muss ihre Läden in einem ganzen Land dicht machen!

Umgeschmissene Schaufensterpuppen und Kleiderständer, kaputte Spiegel, geklaute Kleidungsstücke. Der Streit um die Modemarke H&M eskaliert. Grund war ein Pullover mit dem Slogan "Der coolste Affe im Dschungel".

Mit diesem Outfit, getragen von einem dunkelhäutigen Jungen, rührte die Modekette H&M in der vergangnen Woche die Werbetrommel. Eine rassistische Entgleisung (NOIZZ berichtete)!

Nachdem sich immer mehr Prominente zum Vorfall äußerten (NOIZZ berichtete), gingen in Südafrika nun erstmals auch aufgebrachte Demonstranten gegen die schwedische Marke auf die Straße. Aus Wut attackierten Mitglieder der Gruppe "Economic Freedom Fighters" in Pretoria und Johannesburg insgesamt sechs Läden.

"Die Zeit der Entschuldigungen für Rassismus ist vobei", sagte Mbuyiseni Ndlozi, Sprecher der Gruppe. "Es muss Konsequenzen für Rassismus geben". Die Polizei feuerte Gummigeschosse auf die Demonstranten. Bei den Demonstrationen wurden keine Kunden oder Mitarbeiter verletzte, teilte H&M mit. Da die Sicherheit für das Unternehmen aber vorgehe, wurden alle Filialen in Südafrika vorrübergehend geschlossen.

H&M hatte sich nach der scharfen Kritik am Werbefoto entschuldigt und das Bild zurückgezogen. Die Kette glaube daran, dass Rassismus und Vorurteile, ob beabsichtigt oder unbeabsichtigt, inakzeptabel seien, erklärte die Modekette.

Quelle: Noizz.de

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