Nach Echo-Debatte: Kommt bald ein Gesetz für Deutsch-Rap?

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Bei der Nachricht dürfte Kollegah und Farid Bang das Lachen aber vergehen... Foto: dpa picture alliance

Diskussion um Kollegah und Farid Bang geht in die nächste Runde.

Wir dachten ja, dass die Debatte endlich ein Ende hat ... ABER leider hat der CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt jetzt auch noch seinen Senf zur Vergabe des Echos an Kollegah und Farid Bang dazugegeben. Vielleicht etwas spät, aber gut. Laut dem Politiker haben Gewaltverherrlichung oder Frauenverachtung nichts mit Kunst zu tun, sondern mit Hetze! Außerdem sagte er am Dienstag (24.) auch: „Nicht alles, was Mist ist, ist auch Kunst.“

Dobrindt vergleicht Raptexte mit Facebook-Posts

Würden diese Texte in den sozialen Netzwerken geschrieben stehen, würde gegen die Autoren wegen Hetze vorgegangen. Der CSU-Politiker sagte, man müsse darüber nachdenken, ob man solche Überschreitungen in der Kunst ähnlich regulieren sollte wie in den sozialen Netzwerken.

Die beiden Rapper wurden für ein als judenfeindlich kritisiertes Album mit dem Echo geehrt. Daraufhin folgte großes Chaos: Etliche andere Künstler kündigten an, ihre Trophäen zurückzugeben und alle verloren für einen kurzen Moment den Überblick. [Wer mehr über das ganze Echo-Chaos lesen will, kann sich HIER eine komplette Zusammenfassung durchlesen.]

Neue Art von Antisemitismus

Dobrindt beklagte am Dienstag auch eine neue Art von Antisemitismus in Deutschland durch die Zuwanderung von Muslimen. Man müsse Vorgänge wie dem Verbrennen von israelischen Fahnen oder dem Mobbing von Kindern auf Schulhöfen, dem „Schulhofislamismus mit aller Härte entgegentreten“. Das müsse bis hin zu Schulverweisen gehen, sagte Dobrindt.

[Text zusammen mit DPA]

Quelle: Noizz.de

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