Sie hatten sein Feature mit Rapper Xatar für "ethisch fragwürdig" eingestuft.

Am vergangenen Mittwoch hat Rapper Chefket den Klimaschützern von Fridays for Future strukturellen Rassismus vorgeworfen und eine öffentliche Entschuldigung eingefordert. Der Grund: Die Bewegung, die von der schwedischen Schülerin Greta von Thunberg gegründet wurde, hatte den Musiker für ein Konzert bei einer anstehenden Demonstration angefragt – nur, um ihm dann kurzfristig wieder abzusagen. Die Begründung machte der Deutschtürke via Instagram öffentlich: Chefkets Feature mit dem deutsch-kurdischen Rapper Xatar sei nicht tolerierbar.

>> Chefket und Xatar werfen Greta Thunbergs Klimaschutz-Bewegung jetzt Rassismus vor

Entsetzen folgte, ein regelrechter Shitstorm gegen FFF und viel Support aus den Deutschrap-Reihen für den "Alles Liebe"-Interpreten.

Jetzt gibt es das offizielle Statement von der Gegenseite

Die Klimaschützer äußern sich – und erklären, durch missverständliche Kommunikation sei ein falscher Eindruck entstanden. Anscheinend ein Orga-Problem innerhalb der Bewegung. Denn: Man habe schnell Ersatz für einen abgesagten Auftritt der Gruppe Culcha Candela finden müssen.

"Dies haben aufgrund der Kürze der Zeit einzelne Personen übernommen und für zwei offene Slots vier Bands zur Verfügung gestellt bekommen. So musste sehr kurzfristig unter anderem Chefket abgesagt werden. Hierbei wurden vereinzelte Bedenken als Veto fehlinterpretiert, sodass die Absage vorschnell und missverständlich kommuniziert wurde."

Die Kritik am Xatar-Feature wird also eingeräumt, aber auch als Fehler aufgezeigt. Den Rassismus-Vorwurf weist die Bewegung entschieden zurück. "Wir stehen für eine offene und gerechtere Gesellschaft und stellen uns Diskriminierung entschieden entgegen. In der Bewegung werden hierzu Strukturen ausgebaut und geschaffen, um jeglichen Formen der Diskriminierung entgegenzuwirken." Bei allen Aktionen der Bewegung sei jeder Mensch willkommen, der sich für Klimagerechtigkeit einsetzen und gewaltfrei zum Ausdruck bringen möchte.

Hier kannst du das vollständige Statement noch einmal nachlesen:

Chefket teilt der Statement von FFF auf Instagram
Statement FFF Teil 2
Statement FFF Teil 3

Chefket selbst teile das Statement in seiner Story. Ob der Künstler nun doch noch einmal einen Auftritt aus einer FFF-Demo in Betracht zieht? Im NOIZZ-Interview machte der 37-Jährige dazu bereits eine klare Ansage: "Der Zug ist abgefahren."

>> Das ganze Interview liest du hier: "Fridays For Future" sollen sich öffentlich für Rassismus entschuldigen

Quelle: Noizz.de