US-Behörden rätselten, was das für Samen sein könnten. Sind Ungeziefer darin versteckt, oder handelt es sich um invasive Pflanzenarten? Und warum bekamen Fremde die Samen überhaupt zugeschickt?

Menschen in der ganzen Welt bekommen seit Anfang des Jahres mysteriöse Samen zugeschickt. Die Päckchen scheinen aus China zu kommen und werden ohne weitere Erklärung verschickt. Behörden warnen nun vor den Samen – Empfänger sollten sie auf gar keinen Fall öffnen!

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Mehr als 27 US-Bundesstaaten veröffentlichten entsprechende Warnungen. Sie baten alle Empfänger der Samen, die merkwürdige Lieferung weder zu öffnen, noch die Samen einzupflanzen. Selbst wegschmeißen sollten sie sie nicht – sondern sie vielmehr sofort den Behörden melden und sie dort abgeben.

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"Zu spät, hab sie schon eingepflanzt, und jetzt leuchtet mein Garten ganz merkwürdig, was soll ich machen", witzelt ein User auf Twitter.

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Die Behörden fürchten, dass die Samen-Packungen Ungeziefer enthalten könnten, die sich zwischen den Samen verstecken und gefährlich für die örtliche Flora und Fauna werden könnten. Eine andere Theorie ist, dass es sich bei den Pflanzen selber um eine aggressive, invasive Spezies handelt.

US-Behörden wissen jetzt, was aus den Samen gedeiht

Nun haben US-Behörden endlich herausgefunden, was es mit den Samen auf sich hat. Doch das Ergebnis ist wenig aufschlussreich. Tatsächlich handelt es sich bei den Samen um 14 verschiedene Sorten ganz normaler essbarer Pflanzen unter anderem Senf, Kohl, Minze, Salbei, Rosmarin, Lavendel und Rosen.

Einpflanzen konnten die Empfänger die Pflanzen leider nicht mehr

Warum wurden die harmlosen Pflanzen also verschickt?

Eine Vertreterin des US-Landwirtschaftsministeriums, Osama El-Lissy, vermutet, dass es sich bei den Pflanzen um ein sogenannten "brushing scam" handelt. Das bedeutet, dass ein Online-Verkäufer an unbekannte Leute Artikel schickt, um seine Verkaufszahlen künstlich zu erhöhen und fiktive 5-Sterne-Rezensionen zu hinterlassen. Damit landen sie bei Seiten wie Amazon weiter oben auf den Suchergebnissen und können ihre Ware besser verkaufen – oft handelt es sich bei der richtigen Ware dann um etwas anderes als Pflanzensamen.

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Trotzdem will sich das Landwirtschaftsministerium nicht in Sicherheit wiegen. Sollten noch weitere Menschen die Samen erhalten, bittet es immer noch darum, die Samen zu melden, bis sich ihr Ursprung geklärt hat.

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  • Quelle:
  • Noizz.de