Millionen fliehen aber das Benzin könnte ausgehen.

Offensichtlich haben nicht alle Amerikaner so einen stabilen Weinkeller wie Richard Branson. Oder sie haben einfach mehr Verstand. Der Milliardär hatte sich in seinem Weinkeller verschanzt, während Hurrikan Irma über seine Privatinsel fegte (Noizz berichtete).

Irma ist der stärkste je gemessene Hurrikan

Zurzeit zieht Irma über Kuba hinweg, eine Million Kubaner fliehen vor dem Hurrikan der Stufe fünf. Bisher hat Irma allein in der Karibik einen Schaden von 8,3 Milliarden Euro angerichtet. Einige Karibikinseln sind fast vollständig unbewohnbar. Es herrscht Chaos und Anarchie, Plünderer durchforsten mehr oder weniger zerstörte Häuser nach Wertgegenständen.

Irma hat in der Karibik eine Schneise der Verwüstung hinterlassen

Zurzeit ist noch nicht einmal klar, ob die Bewohner der Karibik aufatmen können, denn ein weiterer Hurrikan ist im Anmarsch. Die neue Bedrohung hört auf den Namen Jose und hält auf die nördlichen Antillen zu. Er wurde jetzt auf die Gefahrenkategorie 4 hochgestuft.

Vor der Naturkatastrophe sind einige Betroffene sogar noch kreativ

In Florida erreichen gerade die ersten Ausläufer von Irma das Festland. Der Hurrikan ist inzwischen so groß, dass er Deutschland fast komplett bedecken könnte. 5,6 Millionen Menschen wurden aufgefordert ihre Häuser zu verlassen. Tatsächlich sind noch mehr Menschen auf der Flucht. Erst haben sie sämtliche Supermärkte leergekauft und ihre Autos bis unters Dach vollgepackt. Jetzt sind sie unterwegs. Auf den amerikanischen Schnellstraßen zieht eine gigantische Schlange aus Stahl und Blech langsam Richtung Norden, Stoßstange an Stoßstange.

In Florida geht nichts mehr: 200 Meilen Stau

Die Tankstellen am Rande der Route sind hoffnungslos überfüllt, besonders an den Ausfahrten der Highways kommt der Verkehr kaum voran. Das Benzin wird langsam knapp. Dabei haben die Spritpreise ohnehin angezogen. Hurrikan Harvey, der über Texas wütete, hat den Nachschub reduziert. Auch auf Kuba mussten einige Raffinerien den Betrieb unterbrechen oder wurden beschädigt.

Viele haben alles verloren

Hinzu kommt noch, dass Nachschublieferungen per Tankschiff nur noch vereinzelt ankommen, da einige Häfen an der Küste wegen des Unwetters dichtgemacht haben.

Der Hurrikan soll heute Nacht in Florida ankommen.

Quelle: Noizz.de