Sie dienen trotz rechtsextremer Gesinnung.

Rechtsextreme bei der Bundeswehr sind ein Problem – die Ausmaße sind jedoch schwer messbar. Jetzt hat der Geeimdienst MAD (Militärischer Abschirmdienst) Zahlen veröffentlicht: Seit 2008 hat der Geheimdienst rund 200 rechtsextreme Bundeswehr-Soldaten gezählt, berichtet die „Mitteldeutsche Zeitung“.

Das sind 20 Rechtsextreme pro Jahr bei der Bundeswehr und somit deutlich mehr als bisher angenommen: Erst Anfang Oktober sprach der MAD-Präsident Christof Gramm in einer Anhörung des Bundestags von acht rechtsextremen Verdachtsfällen.

Im April hatte der Fall von Franco A. die Debatte um rechtsextremes Gedankengut bei der Bundeswehr neu angefacht. Der 28-jährige Bundeswehrsoldat soll sich als Asylbewerber ausgegeben und einen Terroranschlag geplant haben, um Hass gegen Flüchtlinge zu schüren.

Die Grünen-Abgeordnete Irene Mihalic, die die Anfrage im Bundestag stellte, forderte auch in Bezug auf den Fall Franco A. : „Wir brauchen ein umfassendes regelmäßiges Lagebild über extremistische Gefahren im Kontext Bundeswehr“.

Die Bundeswehr kann aber auch fortschrittlich: Seit dem 18. Oktober ist Anastasia Biefang die erste transexuelle Kommandeurin (NOIZZ berichtete).

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung

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