Der 64-Jährige Mike Hughes war vielen bekannt als "Mad Mike".

Der Fernsehsender Science Channel hat Mike Hughes bei seinem größten Abenteuer begleitet, dass jetzt ein tragisches Ende nahm. "Mad Mike" wie der Amerikaner gerne genannt wurde, ist mit seiner selbst gebauten Rakete am 22. Februar tödlich verunglückt.

Mike glaubte an die Flat-Earth-Theorie

"Ich möchte nur, dass die Leute alles infrage stellen. Frage, was dein Kongressabgeordneter tut, dein Stadtrat. Frage, was wirklich während des Bürgerkriegs passiert ist. Was ist während des 11. Septembers passiert?", erklärte der Mann aus Apple Valley 2018 in einem Interview mit CBS News. Er glaubte an die Flat-Earth-Theorie, also der Theorie, die besagt, dass die Erde eigentlich eine Scheibe ist. Dass das stimmt, wollte er mit einer Rakete beweisen, die er gemeinsam mit einigen Assistenten in seinem Garten gebaut hatte.

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Der Launch der Rakete wurde vom Science Channel für die Doku-Reihe "Homemade Astronauts" begleitet, der das Projekt von Anfang an mit der Kamera festhielt. Gemeinsam mit seinem Partner Waldo Stakes begab er sich in das Flugzeug, dass in der Wüste von San Bernardino crashte. Mit der Rakete wollte er eigentlich rund 1,5 Kilometer Richtung All fliegen, um die Erde genau betrachten zu könnten und seine Annahme über die flache Erdscheibe zu bestätigen. In einem Video, das der Sender CBS verbreitete, ist zu sehen, wie die Rakete auf steiler Bahn in den Himmel schießt und dabei den Fallschirm verliert, mit dem sie später hätte landen sollen.

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Hughes erregte mit seinen halsbrecherischen Stunts jahrzehntelang viel Aufmerksamkeit in den USA. Zuletzt unternahm er mehrere Flugversuche mit Raketen. Im Frühling 2018 erreichte er eine Flughöhe von rund 580 Meter und landete anschließend in der Mojave-Wüste. Laut Science Channel plante Hughes, eines Tages auf bis zu 100 Kilometer aufzusteigen - dort beginnt nach Definition vieler Wissenschaftler das Weltall.

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[Text: Zusammen mit dpa]

  • Quelle:
  • Noizz.de