Elena Rukhlyada, eine berühmte Sportlerin aus Russland, wurde von ihrem Ex-Mann entführt. Er zwang sie, in eine Tasche zu steigen, zog sie in den Wald – nur, um ihr dort einen Blumenstrauß zu überreichen. Jetzt hat Elena erstmals über das Trauma gesprochen.

Die russische Athletin Elena Rukhlyada wurde letztes Jahr von ihrem Ex-Partner Yaroslav Fokin gefesselt, entführt, mit einem Messer bedroht – und so auf ein letztes romantisches "Date" gezwungen. Nun hat die Sportlerin das erste Mal über ihre Kidnapping-Erfahrung gesprochen, die sie bis heute traumatisiert. In einem Interview mit der russischen Zeitung "Komsomolskaya Pravda" beschreibt sie, wie sie sich während der Entführung gefühlt hat – und dass sie bis heute Angst hat.

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Im Sommer 2019 trennte sich Elena von ihrem Ehemann Yaroslav. Er wäre ein obsessiv eifersüchtiger Partner gewesen, erzählte Elena. Deswegen wollte sie trotz zwei gemeinsamer Kinder die Trennung. Yaroslav kam darauf nicht klar, in einem Streit erzählte er ihr sogar, er wolle sie töten. Am 18. Juli vergangenen Jahres eskalierte die Situation dann endgültig, wie "The Sun" berichtet.

Elena Rukhlyada wird den Tag nie vergessen

An diesem Tag brach Yaroslav in Elenas Wohnung ein, wo sie gerade Besuch von einer Freundin hatte. Er bedrohte die beiden Frauen mit einem Messer, fesselte und knebelte sie – und zwang Elena schließlich in eine Hockey-Tasche zu steigen.

Mit den Zähnen versuchte Elena, das Klebeband aufzubeißen, das er ihr über den Mund geklebt hatte. Schnell merkte sie jedoch, dass sie dafür zu schwach war. Sie war sich sicher, er würde sie umbringen, erzählt sie in dem Interview mit der russischen Zeitung.

Yaroslav tat so, als sei die Entführung ein romantisches Date

Yaroslav zog Elena in der Sporttasche heraus auf die Straße, in sein Auto hinein und fuhr sie an einen Fluss, wo er ein Gummiboot befestigt hatte. Er bedrohte sie die gesamte Zeit mit einem Messer. Mit dem Boot brachte der Mann sein Opfer schließlich in den Wald, wo er ihr einen Blumenstrauß überreichte. Er tat so, als wären sie auf einem romantischen Date, erinnert sich Elena.

Kurz darauf fand die Polizei die Entführte, die mittlerweile als vermisst gemeldet worden war. Yaroslav versuchte zu fliehen, er wurde jedoch festgenommen und zu viereinhalb Jahren Knast im Hochsicherheitsgefängnis verurteilt.

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Elena hat immer noch Angst um ihr Leben. Sobald ihr Ex aus dem Gefängnis kommt, will sie alles in ihrer Macht stehende tun, um den Kontakt mit ihm gering zu halten. Außerdem will sie den Staat um zusätzlichen Schutz bitten, sobald er auf freiem Fuß ist. "Es ist gruselig, aus dem Haus zu gehen und sich beobachtet zu fühlen", so Elena. Sie würde sich mittlerweile einfach wünschen, dass Ihr Ex-Mann gar nicht existiere.

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Quelle: Noizz.de