Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Ein 38-jähriger Mann aus dem Berliner Clan-Milieu ist wegen gefährlicher Körperverletzung in zwei Fällen und Verstoßes gegen das Waffengesetz zu zwei Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Vor dem Amtsgericht Berlin legte der Mann am Dienstag, dem zweiten Prozesstag, über seinen Verteidiger ein Geständnis ab, wie eine Gerichtssprecherin sagte.

Demnach hatte der Mann im Herbst 2017 zusammen mit Begleitern eine Frau in ihrer Wohnung überfallen und mit einem Stock niedergeschlagen. "Ich konnte danach nicht in der Wohnung bleiben, ich hatte Angst um meine Kinder", sagte die 30-Jährige zu Prozessbeginn weinend. Bis heute habe sie Angst.

Außerdem hatten zwei junge Männer berichtet, wie sie im Februar 2019 nach einem Besuch in einer Shisha-Bar in Berlin-Mitte verfolgt und einer von ihnen brutal ins Gesicht geschlagen worden sei. Danach hätten die Angreifer noch zugetreten. Direkt nach der Tat hatten die beiden Männer damals den Angreifer bei ihrer Aussage eindeutig identifiziert. Vor Gericht rückten sie vor zwei Wochen davon ab, sprachen von Erinnerungslücken und sagten, dass ihre Familien sich mit der Familie des Angeklagten geeinigt hätten. Am Dienstag räumten sie ein, dass ihre ersten Aussagen stimmten und der Angeklagte der Täter gewesen sei.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der verurteilte Syrer ist verheiratet mit einer Frau aus einer bekannten arabischstämmigen Großfamilie, deren Mitglieder in mehreren Bundesländern leben.

[Zusammen mit dpa]

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  • Quelle:
  • Noizz.de