21 Menschen starben am 24. Juli 2010 bei dem Techno-Umzug in Duisburg. Hunderte weitere wurden verletzt.

Grund war ein Gedränge am Zugangsbereich des Veranstaltungsgeländes. Die Staatsanwaltschaft erhob vor zweieinhalb Jahren Anklage gegen insgesamt zehn Mitarbeiter der Stadt Duisburg und des Loveparade-Veranstalters.

Nach Beschwerden der Staatsanwaltschaft und von Opferanwälten entschied das zuständige Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf jetzt, dass das Strafverfahren zur Aufarbeitung der Loveparade-Katastrophe nun doch eröffnet werden muss.

Das Landgericht Duisburg hatte im April 2016 ein Verfahren gegen die zehn Angeklagten abgelehnt, weil die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft mit den vorgelegten Beweismitteln angeblich nicht erhärtet werden könnten.

Pflichtverletzungen als Ursache für den Tod

Das OLG hält nun im Gegensatz zum Landgericht eine Verurteilung der Angeklagten unter anderem wegen fahrlässiger Tötung im Amt „für hinreichend wahrscheinlich“. Dem OLG zufolge „drängt es sich nach dem Ermittlungsergebnis auf“, dass die den Angeschuldigten vorgeworfenen Pflichtverletzungen die Ursache für den Tod oder die Verletzungen der Loveparade-Besucher waren.

Den Termin für die Hauptverhandlung muss nun das Landgericht Duisburg festlegen.

Quelle: Noizz.de