Sturzbesoffener Lokführer rauscht mit 2,5 Promille an Wittenberg vorbei

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Mit 2,5 Promille rauschte der Lokführer an Wittenberg vorbei. Foto: Daniel Karmann / dpa

Don’t drink and drive, kids.

Ein ICE-Lokführer stieg am Dienstagabend betrunken in seine Fahrerkabine – und verkackte komplett. Mit 2,5 Promille rauschte er einfach an der Station Wittenberg vorbei. Eine Station später holten Polizisten den Lokführer aus dem Zug heraus. Ein nüchterner Kollege löste den betrunkenen ab und fuhr den ICE nach Leipzig weiter.

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Die örtliche Polizei habe einen Atemalkoholwert von 2,49 Promille gemessen, sagte der Bundespolizeisprecher. Die Bahn wollte sich zu diesem Punkt nicht äußern.

Wie die Zeitung berichtete, sollte der Zug eigentlich um 22.10 Uhr in Wittenberg halten. Er sei mit 65-minütiger Verspätung an seinem Ziel Leipzig angekommen. Als offizieller Grund sei eine „Verzögerung im Betriebsablauf“ angegeben worden. Die Reisenden, die nach Wittenberg wollten, mussten mit der S-Bahn zurückfahren, sagte ein Bahn-Sprecher.

In der Mitteilung des Unternehmens heißt es: „Wir entschuldigen uns bei unseren Fahrgästen für die Unannehmlichkeiten, die sie durch die Situation in Lutherstadt Wittenberg bzw. Bitterfeld hatten.“

Eigentlich gilt für Lokführer eine Null-Promille-Grenze. Sollten sie doch dagegen verstoßen, müssen sie ihren Triebfahrzeugführerschein sofort abgeben an das Eisenbahnbundesamt. Um ihn wiederzubekommen, muss der Betroffene mit medizinischen und psychologischen Untersuchungen belegen, dass er nicht Alkoholsüchtig ist und eine Wiederholungsgefahr ausgeschlossen ist. Das Eisenbahnbundesamt muss der Rückgabe des Führerscheins zustimmen.

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[In Zusammenarbeit mit dpa]

Quelle: Noizz.de