Jetzt ist er dafür angezeigt worden.

Ist das wirklich noch Kunst oder Pokémon Go in real life?

Der dänische Künstler Kristian von Hornsleth startete im Sommer sein neues Kunst-Projekt „Hornsleth Homeless Tracker“. Interessenten können sich in Großbritannien einen Obdachlosen kaufen und ihn per GPS tracken. Außerdem kann man das Leben der Obdachlosen in den Social Media-Kanälen des Projekts verfolgen. Auch auf Tinder.

Das Projekt gilt als sehr umstritten. Nun wurde er bei der britischen Polizei angezeigt.

Hornsleth selbst hat es als menschliches Pokémon Go bezeichnet und damit für Aufsehen gesorgt. Die Organisation Safer Streets Team, die sich in Großbritannien um Obdachlose kümmert, meldete sich sich zu Wort.

„Ich persönlich fühle mich bei dem Gedanken angeekelt“, sagte der Projektmanager der Organisation, Ian Bangay, zum Camden Web Journal und fügte hinzu, den Künstler angezeigt zu haben.

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Hornsleth, der bereits in der Vergangenheit provozierte, ist von der Reaktion nicht überrascht.

„Es zeigt die große Heuchelei, die heimatlose Organisationen umgibt. Sie leben, um Menschen leiden zu sehen, während sie in ihren großen, schmutzigen Büros sind. Sie geben vor viel zu tun, damit die Mittelschicht Geld spendet und nachts sicher schlafen kann“, so Hornsleth gegenüber Camden Web Journal.

Trotz der Anzeige muss der Künstler wohl nichts befürchten, da er mit dem Projekt keine Gesetze bricht.

Auf der Homepage gibt es den günstigensten Obdachlosen für 12 000 Pfund (13 450 Euro).

Die Obdachlosen sollen für die Teilnahme auch etwas bekommen. Ob es sich dabei um Geld handelt, ist jedoch nicht bekannt.

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