Bis das Tier eingefangen war, dauerte es mehr als fünf Stunden.

Kuki hat, davon kann man ausgehen, einen starken Willen. Sie lässt sich nicht sagen, was sie zu tun und zu lassen hat. Wenn sie etwas total bescheuert findet, haut sie ab. Und lässt sich so schnell nicht einfangen.

Kuki ist eine Kuh, ein Jahr alt, sie wohnt in der Nähe von Oberjesingen (das wiederum bei Herrenberg nahe Tübingen liegt). Neulich bekam sie eine Fußpflege verpasst, aber offenbar war die Kuh mit der Behandlung unzufrieden: Sie riss sich los und rannte über die Felder davon.

Es folgte, was so einem Vorfall folgen muss: Comedy vom Feinsten. Der Besitzer, seine Freunde und sechs Polizisten liefen der Kuh mehr als fünf Stunden hinterher – schafften es aber nicht, sie einzufangen.

Kuki lief zunächst über die B 296, dann die K 1068, schließlich auf einer Bahnstrecke. Der Zugverkehr zwischen Nufringen und Herrenberg musste zeitweise gesperrt werden.

Erst ein umzäunter Parkplatz an einem Bahnhof stoppte die Kuh, die sich aber auch dann nicht fangen lassen wollte. Eine Tierärztin betäubte das Tier schließlich, das mit einem Anhänger zurück auf den Bauernhof gebracht wurde. Zuvor beschädigte Kuki allerdings noch vier Fahrzeuge – und verursachte einen Schaden von 5000 Euro.

Quelle: Noizz.de