„Für uns ist das einfach Brennmaterial.“

Braunkohle ist dreckig, ihre Gewinnung verschmutzt die Umwelt und unsere Lungen. Energiekonzerne müssen sich daher überlegen, wie sie den Rohstoff langsam loswerden und anders Energie gewinnen können. Im schwedischen Västerås hatte der Betrieb Mälarenergi AB dazu jetzt eine ganz besondere Idee.

Die Schweden verfeuern in dem Kraftwerk Klamotten des Moderiesen H&M! Im Jahr 2017 verbrannten sie schon 15 Tonnen Kleidung der Firma. Warum? Weil die Kleidung ansonsten unverkäuflich wäre – und auf dem Müll landen würde. Beispielsweise, weil darin Chemikalien festgestellt wurden.

Für uns ist das einfach Brennmaterial“, sagte Jens Neren, Chef der Mälarenergi, dem Nachrichtenportal Bloomberg. Eine Sprecherin versicherte auch, dass Kleidung, die „sicher für den Verkauf“ sei, nicht im Kraftwerk Västerås verfeuert werde.

NOIZZ findet: Eine tolle Idee, die Vorbild-Charakter hat. Leider gehört auch zur Wahrheit, dass der Anteil der Energie, die aus Kleidung gewonnen wird, nur minimal ist. Die H&M-Klamotten machen nur 0,004 Prozent der in Västerås gewonnen Energie aus.

Quelle: Spiegel Online