Die junge Mutter Alisa wurde aus einer toxischen Beziehung gerettet. Ihr Expartner hatte sie extrem kontrolliert und sie sogar mit seinem Namen gegen ihren Willen tätowieren lassen.

Es war ein Befreiungsschlag. Die 29 Jahre alte Alisa, Mutter zweier Kinder, ließ sich eine schreckliche Tätowierung mit einem Blumendesign verdecken und befreite sich damit von einer toxischen Beziehung. Unter dem floralen Cover-up verbarg sich nämlich kein kleiner Fauxpas, der nach einem Schnaps zu viel in einer leichtsinnigen Laune gestochen wurde, sondern der Name ihres Ex-Partners. Dieser hatte die Mutter zu diesem Tattoo gezwungen und der Schriftzug "Mitchell" glich einer Brandmarkung und deklarierte die Frau, als sein Eigentum.

Alisa erzählte der "The Sun" über den Beginn der Beziehung zu Mitchell: "Er war wirklich sehr, sehr nett. Er war charmant und er machte mir Komplimente." Das Blatt wendete sich allerdings nur einige Wochen später, als das Pärchen in ein Haus in Boverton in Südwales zog. Dort begann Mitchell seine Partnerin immer mehr zu kontrollieren und auch die Beherrschung zu verlieren.

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Bei einem Urlaub auf den Kanarischen Inseln eskalierte die Situation dann gänzlich. Bei einem eigentlich romanischen Dinner wurde der Kontrollwahn zum Albtraum. Denn nachdem ein Kellner der jungen Frau zugezwinkert hatte, schleifte Mitchell seine damalige Freundin zu einem Tätowiergeschäft.

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Zum Tattoo gezwungen

"Es war erstickend. Ich zitterte die ganze Zeit – ich hatte solche Angst. Gegen Ende wollte ich einfach nur noch sterben", sagte Alisa. "Er sagte, dass ich mir seinen Namen auf den Arm tätowieren lassen sollte, und ich hatte zu viel Angst, um ihn zu verärgern. Er brachte mich zum Tattooladen und buchte mich ein." Bis vor Kurzem prangte "Mitchell" über den gesamten Unterarm Alisas und erinnerte sie und jeden anderen täglich an die Schrecken der Beziehung.

Doch damit nicht genug. Mitchell bedrohte wohl auch einen früheren Partner Alisas, der das gemeinsame Kind abholte. Immer soll der Kontrollsüchtige seine Freundin als "Schlampe" bezeichnet haben. Innerhalb von zwei Wochen des Zusammenlebens, befand sich Alisa gänzlich in der Gewalt des Mannes: "Er sagte mir, mit wem ich sprechen konnte und mit wem nicht. Ich wusste nicht mehr, wer ich war. Ich war unglücklich.

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Kontrolle der Unterwäsche

Auch aus dem Schriftzug auf dem Arm sollte noch ein zweites Tattoo über Alisas Hals entstehen und die zu Tode geängstigte Frau flehte ihn um Vernunft an. Während der gesamten Beziehung ließ Mitchell seine Partnerin nicht einmal Unterwäsche tragen, die ihr schon gehörte, bevor sie zusammen waren.

Schließlich war es die Zivilcourage eines Nachbarn, die Alisa aus den Fängen Mitchells rettete. Dieser alarmierte nach einer Auseinandersetzung in einer Kneipe die Polizei, woraufhin die junge Mutter endlich ihre Stimme wiederfand.

Die Kontrollsucht Mitchells ging vor ein Gericht in Cardiff und Mitchell bekannte sich der Kontrolle oder Nötigung schuldig. Das Cover-up war nun der letzte Befreiungsschlag für Alisa und ihre Familie von dieser Beziehung voller Schrecken.

Quelle: Noizz.de