Dem selbsternannten „Asyltrickser“ sind endgültig die Tricks ausgegangen.

Jigzaw, der frisch bei Kollegahs Label „Alpha Music Empire“ gesignt ist, soll nun endgültig abgeschoben werden. Das entschied das Osnabrücker Verwaltungsgericht vergangenen Dienstag. Der Grund ist unter anderem ein Machetenangriff. Doch Nuhsan Coskun, wie der türkische Rapper mit bürgerlichem Namen heißt, möchte Deutschland nicht verlassen. Er hatte gegen die Ablehnung seines Asyl-Folgeantrags geklagt – vergeblich.

Bereits seit 2014 droht ihm die Abschiebung. Er selbst bezeichnete sich schon in seinem Track „Tagelang“ von 2017 als Asyltrickser:

„Seit drei Jahren auf Flucht, seit zwei Monaten offiziell. Öffentlichkeitsfahndung laber nicht gib dein Stoff und Geld. Ich steh vor deiner Tür, als hättest du Post bestellt. Zerbomb die Welt, der Asyltrickser hat Deutschland auf Kopf gestellt“

Warum bezeichnet Jigzaw sich als „Asyltrickser“?

Jigzaw ist zwar in Deutschland geboren, besitzt aber nur die türkische Staatsbürgerschaft. 2014 hätte er das Land bereits verlassen müssen – saß aber unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung im Jugendknast. Er beantragte ein weiteres Mal Asyl, konnte seine Abschiebung so weiter hinauszögern und tauchte für mehrere Monate unter.

Doch am 17. Juli 2017 trat der Rapper wieder an die Öffentlichkeit: Er stach vor einem Wettbüro in Hagen einen 25-jährigen Polen mit einer Machete nieder. Der Mann wurde schwer verletzt. Laut Bild.de prahlte Jigzaw mit seiner Tat und seinem Asylverfahren laut auf YouTube.

Der Rapper wurde auf Grund seiner Taten im April diesen Jahres wegen gefährlicher Körperverletzung erneut zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Er sollte eigentlich bis zur erneuten Verhandlung im August hinter Gittern bleiben. Doch Skandalrapper Kollegah kaufte ihn für 40.000 Euro Kaution frei – bar, mit 500-Euro-Schein-Bündeln.

[Auch interessant: Hier holt Kollegah seinen Kumpel aus dem Knast - mit 40.000 Euro!]

Jigzaw signte daraufhin bei seinem Label „Alpha Music Empire“. Am 31. August 2018 erschien Jigzaws Debütalbum Post Mortem“. Bis heute ist jedoch unklar, warum die Freilassung unter Bezahlung der Kaution möglich war.

Wegen der Messerstecherei und weiteren Körperverletzungen war klar, dass Jigzaw abgeschoben werden sollte. Trotzdem klagte der Rapper erneut vor dem Osnabrücker Gericht gegen die Ablehnung seines Asyl-Folgeantrags. Er behauptete gegenübe der Zeitung „Der Westen“, er sei aufgrund seiner Musikstücke einer möglichen Verfolgung in der Türkei ausgesetzt. Doch weder Jigzaw selbst, noch sein Anwalt erschien vor Gericht. Ein Urteil wurde trotzdem gefällt: Jigzaw soll endgültig abgeschoben werden.

Quelle: Noizz.de