Es ist die erste wirkliche Echo Konsequenz für das Duo.

Vor gut einer Woche erhielten Kollegah und Farid Bang den Echo. Die Verleihung hat große Proteste sowohl gegen die Rapper als auch gegen den Preis selbst ausgelöst, weil auf dem ausgezeichneten Album „Jung, Brutal, Gutaussehend 3“ antisemitische Zeilen, wie "Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen“ vorkommen.

Viele Künstler kritisierten die Echo-Jury dafür, dass die Rapper den Preis verliehen bekommen haben und Antisemitismus somit eine große Bühne bekommen hat – Musiker wie Marius-Müller Westernhagen gaben ihre Echos zurück.

Doch für Kollegah und Farid Bang gab es keine wirklichen Konsequenzen – bis jetzt. Das Plattenlabel BMG hat angekündigt, die Zusammenarbeit mit dem Duo vorerst zu stoppen. Zunächst verteidigte die Firma seine Künstler. In der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ erklärte Firmenchef Hartwig Masuch aber nun, dass nach dem erfüllten Vertrag über ein Album, die Aktivitäten nun ruhen gelassen werden, „um die Haltung beider Parteien zu besprechen“.

Zudem entschuldigte sich Masuch bei allen, die sich von den Zeilen verletzt fühlen, und distanzierte sich im Namen der Firma von Antisemitismus.

„Jung, Brutal, Gutaussehend 3“ bleibt aber weiterhin überall erhältlich. Jedoch wird das Album, wie schon seine beiden Vorgänger, von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien auf eine mögliche Indizierung geprüft – es kann also sein, dass Teile der Platte noch verboten werden. Unterdessen will das Echo-Komitee das Verleihungskonzept überdenken.

Quelle: Noizz.de