Darko Saric brachte Koks in beispiellosen Mengen nach Europa.

Das Sondergericht in Belgrad hat den aus Montenegro stammenden Drogenbaron Darko Saric zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Der 49-Jährige und seine Komplizen sollen demnach in den 2000er-Jahren 5,7 Tonnen Kokain aus Südamerika über den Balkan in die Mitte Europas geschmuggelt haben.

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Profite, die sich angeblich in Euro-Milliardenhöhe bewegten, trugen ihm den Spitznamen „Kokain-König“ ein. Das Geld legte er vornehmlich in Serbien an, wo er im Rahmen der Privatisierung zahlreiche Unternehmen erwarb.

Neben Saric erhielten weitere 17 Bandenmitglieder Haftstrafen zwischen zehn und 15 Jahren, berichtete der Nachrichtensender „N1“. Die Urteile vom Montag sind noch nicht rechtskräftig.

Der Niedergang des Drogenbosses begann, als Beamte der US-Drogenbekämpfungsbehörde DEA ein mit fast drei Tonnen Kokain beladenes Schiff nahe der uruguayischen Küste aufbrachten. 2014 stellte sich Saric den Behörden in Serbien. 2015 wurde er in Belgrad zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt.

Das Urteil wurde vom Berufungsgericht wegen Verfahrensfehler aufgehoben. Das Urteil am Montag schloss das wiederaufgenommene Verfahren in erster Instanz ab.

[Zusammen mit: dpa]

Quelle: Noizz.de