Scharfe Soße bis zum Erbrechen trinken und eingeschlossen im Wäscheraum schlafen müssen: Das sind nur zwei der Methoden, mit denen ein Junge in Connecticut monatelang gefoltert wurde. Jetzt werden sein Stiefvater und seine Mutter wegen Kindesmisshandlung angeklagt.

Im US-Bundestaat Connecticut wurde ein Mann verhaftet, nachdem er angeblich seinen Stiefsohn mehrere Monate lang grausam misshandelt hatte. Den Behörden zufolge hatte der 31-jährige Kevin Grant den Jungen dazu gezwungen, eingeschlossen im Wäscheraum zu schlafen und scharfe Soße zu trinken, bis es sich davon übergeben musste.

Auch die Mutter des Jungen, Kaitlin Elizabeth Baptiste, wurde von der Polizei festgenommen. Der 29-Jährigen wird vorgeworfen, von der Kindesmisshandlung gewusst und nichts dagegen getan zu haben. Bisher wurde das Alter und der Gesundheitszustand des Jungen noch nicht veröffentlicht.

Reißzwecken, scharfe Sauce und ständige Isolation: So schlimm wurde der Junge misshandelt

Die Polizei der US-amerikanischen Stadt Naugatuck wurde auf das Paar aufmerksam, nachdem sie am 1. Oktober wegen Verdacht auf Missbrauch zur Wohnung von Grant und Baptiste in North Haven berufen wurden. Bei ihren Ermittlungen stellte die Polizei fest, dass das Kind von seinem Stiefvater genötigt wurde, monatelang im Wäscheraum zu schlafen. Der Junge wurde in dem Raum eingeschlossen und nur rausgelassen, um das Badezimmer zu benutzen.

Die Behörden fanden dann heraus, dass das Kind noch viel schlimmer misshandelt wurde. Grant soll sein Opfer gezwungen haben, auf Reißzwecken zu knien, Liegestützen zu machen, bis er seine Arme nicht mehr bewegen konnte und scharfe Sauce zu trinken, bis er sich erbrechen musste. Ein anderes Mal musste das Opfer einen Feuerwerkskörper im Mund behalten, bis er explodierte.

Nach Kindesmisshandlung: Täter*innen auf Kaution entlassen

Gegen Kevin Grant und Kaitlin Elizabeth Baptiste wurde eine Anklage wegen fahrlässiger Gefährdung eines Kindes erhoben. Außerdem wird der Stiefvater wegen Körperverletzung und absichtlicher Grausamkeit beschuldigt. Die Mutter des Jungen wird wiederum wegen Verabredung zu absichtlicher Grausamkeit angeklagt.

Derzeit sind beide auf einer Kaution von jeweils 25.000 US-Dollar (ca. 21.000 Euro) und 10.000 US-Doller (ca. 8.400 Euro) entlassen. Ihr nächster Gerichtstermin ist am 10. November.

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  • NOIZZ