Sieben Kinder soll ein Sprachtherapeut aus Würzburg missbraucht haben – insgesamt 66 mal. Nun sind Ermittler in dem Fall weiteren mutmaßlichen Tätern auf die Spur gekommen.

Es ist ein Fall, dessen Ausmaße fassungslos machen – doch sie könnten noch viel größer sein, als bisher vermutet. Vor etwa einem Jahr wurde ein 38-jähriger Sprachtherapeut aus Würzburg festgenommen, nachdem Vorwürfe wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern gegen ihn laut geworden waren.

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Er soll sich in 66 Fällen massiv an Kindern vergangen haben, darunter vor allem körperlich und geistig behinderte. Manche von ihnen waren erst zwei Jahre alt. Bei dem Angeklagten, der sich von diesem Donnerstag an vor dem Landgericht Würzburg verantworten muss, wurden außerdem fast 23.000 Dateien mit kinderpornografischen Inhalten entdeckt worden.

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Weitere Straftaten verhindert

Diese Dateien brachten Ermittler, etwa in den USA, auf die Spur von 42 anderen mutmaßlichen Tätern. Weitere geplante Taten hätten so verhindert werden können, hieß es im vergangenen September zum Abschluss der Ermittlungen gegen den Logopäden.

Laut Generalstaatsanwaltschaft gesteht der Mann seine Taten zum Großteil.

[Text: Zusammen mit dpa]

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Quelle: Noizz.de