What the fack?

Der dritte Teil kam vor vier Wochen in die Kinos und begeistert immer noch dutzende Kinozuschauer. „Fack ju Göthe“ gehört mit zu den erfolgreichsten deutschen Filmen in den letzten Jahren. Die Produktionsfirma Constantin Film GmbH wollte es jedoch nicht nur bei den Filmen belassen, sondern sie wollten zusätzliche Merchandise-Produkte für ihre Fans produzieren. Ja, so ein T-Shirt mit dem „Fack Ju Göthe“-Schriftzug hat schon was. Oder eine Tasse…. Für diese Produktion steht jedoch die Sicherung des Namens an erster Stelle. Die Constantin Film GmbH versuchte deswegen schon vor zwei Jahren den „Fack ju Göthe“ Schriftzug beim EU-Amt für Geistiges Eigentum (EUIPO) anzumelden, um ihn dadurch vor einen möglichen Diebstahl zu schützen.

Allerdings macht das EU-Amt der Produktionsfirma einen Strich durch die Rechnung, im wahrsten Sinne des Wortes. So heißt es: „Von der Eintragung ausgeschlossen sind Marken, die gegen öffentliche Ordnung oder gegen die guten Sitten verstoßen.“ Denn, laut den EU-Beamten, ist es unsittlich das Wort „Fack“ zum Schutz des geistigen Eigentumes einzutragen und das auch noch in direkter Verbindung mit Goethe!

Die Constantin Film GmbH nahm dies jedoch nicht hin und schickte eine Beschwerde an das EU-Amt, die wiederum abgewiesen wurde. Jetzt landet der „Sitten-Streit“ vor dem höchsten europäischen Gericht.

Die drei Filme werden, laut der EuGH-Richter, genauer überprüft. Dabei wird sich angeschaut, ob der Wortlaut „Fack ju“ eine mögliche Übereinstimmung mit dem Wortlaut „Fuck you“ aufweist, oder ob es sich um eine „nicht nur geschmacklose, sondern auch anstößige und vulgäre Beleidigung“ handelt und gleichzeitig einen „hoch angesehen Schriftsteller posthum in herabwürdigeren und vulgären Weise verunglimpft“. Dies war die Begründung des Amtes für Geistiges Eigentum für die Ablehnung des Antrages.

Quelle: Die Welt