Harrison ist nicht deine typische 13.000-Einwohner-Kleinstadt in den USA: Harrison ist die vielleicht rassistischste Stadt der gesamten Staaten. Ein YouTuber hat die Reaktionen der Statdbewohner*innen auf sein "Black Lives Matter"-Plakat gefilmt. Was soll man sagen? Wenn eine Stadt die Bezeichnung "Karen Hochburg" verdient hat, dann diese.

"WhitePrideRadio.com" prangt irgendwo an einer Straßenkreuzung in Harrison auf einem strahlend weißen Plakat, und sagt eigentlich schon alles über diese Kleinstadt aus, was gesagt werden muss. Das durch und durch rassistische Nest ist der Wahl-Wohnort von Ku-Klux-Klan-Anführer Thomas Robb und beim Anblick des folgenden Videos bleibt die Frage, wieso das so ist, nicht ungeklärt.

Karen-Hochburg "Harrison": die rassistischste Stadt der Welt?

YouTuber Rob Bliss zeigt in seinem viralen Video, wie sich ein Ort anfühlt, der mit "Karen Hochburg" noch viel zu gut wegkommt: Mehr toxische weiße Menschen auf einem Haufen gibt es nicht. Rob, selbst weiß, steht vor der besagten Radiowerbung mit einem einfachen "Black Lives Matter"-Plakat und filmt auf Geratewohl vorbeifahrende Autofahrer*innen und Bürger*innen der Stadt, die mit ihren diskriminierenden Kommentaren keine Sekunde auf sich warten lassen.

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"Hab ein bisschen Stolz für deine Rasse, Bruder! Weißer Stolz weltweit", ruft ein erster Autofahrer aus seinem Fenster und eröffnet die Bühne für gute zwei Minuten Hass gegen Schwarze. Der rassistische Hagel, der dann losbricht, sucht vergeblich seines Gleichen.

"Ich komme in zehn Minuten wieder und rate dir, dass du bis dahin verschwunden bist.", "Was ist denn mit weißen Leben? Weiße Leben sind auch wichtig.", "Alle Leben sind wichtig, du rassistischer Motherfucker!", "Du bist ein einheimischer Terrorist!", "Nein, Schwarze Leben sind nicht wichtig!", "Schwing deinen Arsch aus dieser Stadt, diese Scheiße interessiert uns hier nicht!" und etliche weitere Kommentare im selben Stil prallen dem Humanisten entgegen.

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Dazwischen etliche Mittelfinger und Beleidigungen. Was man dabei ebenfalls kaum glauben kann, ist die durchmischte Altersklasse der Bewohner*innen. Ob jung oder alt, macht keinen Unterschied. Die ganze Stadt scheint so zu sein. Wobei ...

Weibliche Ku-Klux-Klan-Mitglieder in den typischen weißen Anzügen mit der spitzen Kapuze.

"Black Lives Matter" im Ku-Klux-Klan-Hauptquartier? Happy End macht Mut

Am Ende gibt es trotzdem ein kleines Happy End. Ein jugendliches Mädchen kommt vorbei und gibt ihm hastig einen kleinen Zettel. Auf dem steht: "Ignoriere diese Hass-Menschen, du bist friedlich. Was du tust, ist gut. Das ist nur eine freundliche Erinnerung, gib die Hoffnung nicht auf."

Gibt es noch Hoffnung für Harrison?

Quelle: Noizz.de