Heimlich währt am längsten.

Ich sag's euch, wie es ist: Würde Weed nicht so stark riechen, wären wir damals mit 17 in Bastis Dachbodenzimmer nicht von seiner Mutter erwischt worden, wie wir uns auf seinen Sofas unsere Gehirne zu kleinen Klümpchen Matsche geblazed haben. Danach war es auf jeden Fall vorbei mit der Gastfreundschaft im Hause seiner Mama und wir mussten uns wieder bei Wind und Wetter irgendwo am Biotop verstecken, um heimlich Lunten zu spliffen.

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Heute finde ich es ehrlich gesagt sehr nice und chillig, dass mein Gehirn noch funktionierende Areale besitzt und wir nach besagtem Ereignis gezwungen waren, etwas anderes mit unserer Zeit anzufangen. Mein 17-jähriges Ich hätte hingegen gerne weitere Abende zwischen Bastis Katzen gelegen, Instant-Rahmen mit Geschmacksrichtung Tom Yam gelöffelt und die heftigsten Lachflachs gehabt, seit Menschen Gesichtsmuskeln besitzen.

Klare Sache: Alles wäre anders gelaufen, hätte die Kanadische Firma CannabCo gute zehn Jahre vorher angefangen, (weitgehend) geruchloses Marihuana zu produzieren. Exakt das machen sie nämlich in diesem Moment. Damit sitzen sie an einer Weltneuheit.

Verdammt, Bastis Mama hätte im Leben keinen Wind von unserer Freizeitgestaltung bekommen – heimlich währt einfach am längsten, ... oder so.

Mit einer neuen Technologie für der Weed-Herstellung namens Purecann soll nun eine Art "Next-Level"-Gras-Produkt hergestellt werden, das über folgenden bahnbrechenden Eigenschaften verfügt:

1 – Geruchsneutral in der Lagerung

2 – Geruchsneutral beim Rauchen beziehungsweise Verbrennen

3 – Weniger kratzender Rauch beim Einatmen

4 – Weniger "Kater" am Tag nach dem Konsum, da weniger Schadstoffe eingeatmet werden

Tatsächlich soll es ja auch Menschen geben, die den Geruch von Gras nicht mögen. Aber vermutlich sind das bloß leere Gerüchte. Für solche "Menschen" wär mit dem revolutionären Gras auf jeden Fall auch der Eintritt in ein hundert Prozent genussvolles Hip-Hop-Zigaretten-Erlebnis.

Ich persönlich kiffe heute nicht mehr. Mit gefällt es mittlerweile, mit mehr als einer Socke im Schädel durch mein Leben zu gehen. Aber ich würde auch nichts rückgängig machen. Hatte schon seinen Reiz, auf sich selbst und den Rest der Welt überhaupt keinen Fick zu geben, alle paar Tage ins Delirium zu verschwinden und sich als Einzeller zu erleben, der mit 'nem Kilo Kekse und paar Folgen "Yakitate Japan" (japanischer Brot-Back-Anime) der glücklichste Mensch auf Erden ist.

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Quelle: Noizz.de