Jungs sind häufiger betroffen als Mädchen.

Fast jeder sechste 15-Jährige in Deutschland wird an der Schule gemobbt – regelmäßig, teilweise massiv. Das steht in einer neuen Untersuchung, die auf der PISA-Studie basiert.

PISA ist vor allem bekannt als Test, der die Leistungen von Schülern weltweit miteinander vergleicht. Er wird alle drei Jahre von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) durchgeführt.

Jetzt haben Experten die PISA-Daten von 2015 neu ausgewertet – und festgestellt, wie groß das Mobbing-Problem ist. „Für manche ist die Schule ein Ort der Qual“, schreiben die Autoren. Bei 2,3 Prozent der 15-Jährigen in Deutschland ist es besonders extrem: Sie geben an, in der Schule geschubst und geschlagen zu werden.

Im OECD-Schnitt sind Jungen häufiger Mobbing-Opfer als Mädchen. Die sind aber stärker von Ausgrenzung und bösen Gerüchten betroffen.

„Mobbing müssen wir in Deutschland viel stärker thematisieren, weil es hier oft noch an den Rand gedrängt wird“, sagt OECD-Direktor Andreas Schleicher. „Da hilft nur eine Null-Toleranz-Praxis, um deutlich zu machen, dass so etwas nicht akzeptiert wird.“

Und jetzt die gute Nachricht: Knapp drei Viertel der 15-Jährigen in Deutschland sind zufrieden oder sehr zufrieden mit dem Leben. Mit 73 Prozent liegt der Wert etwas über dem Durchschnitt vergleichbarer Industrienationen.

  • Quelle:
  • Noizz.de