Neue EU-Vorschriften machen den Verkauf weniger rentabel.

Du hast eine Lieblings-Zigaretten-Marke? Dann solltest du dir vielleicht einen Vorrat anlegen, denn bald könnte sie nicht mehr in den Regalen zu finden sein!

Wie die Welt berichtet, kündigte der weltgrößte Tabakkonzern Philip Morris jetzt an, aus dem Verkauf klassischer Tabakzigaretten für den britischen Markt auszusteigen und dafür eine elektronische Rauchvariante, die „Iqos“ herauszubringen. Auch der zweitgrößte Konzern, British American Tobacco (BAT), wird einige Marken aus dem Sortiment streichen und sein Angebot damit freiwillig verkleinern.

Die Unternehmen begründen ihre Entscheidung mit den Tabakgesetzen der Europäischen Union und den neuen Packungsbestimmungen, die bei Nischenangeboten einen im Verhältnis zu den Verkaufszahlen viel zu hohen Aufwand auslösen.

Bereits seit einem Jahr müssen Schockbilder und Warnhinweise zwei Drittel der Packungsfläche bedecken. Nun müssen die Steuerbanderole sowie eine neuartige Codierung an anderen Stellen auf der Packung platziert werden – die Kosten für die Änderungen an den Zigarettenmaschinen werden mehrere Millionen Euro betragen.

Bei kleineren, mittelständischen Unternehmen der Branche könnten die nächste Stufe der Tabakrichtlinie der Europäischen Kommission sogar Existenzängste auslösen. Von den rund 90 großen Zigarettenmarken im deutschen Tabakhandel wird somit voraussichtlich jede siebte Marke verschwinden – bei den kleinen Untermarken dürfte die Zahl noch deutlich größer sein.

Da einige Raucher bereits angefangen haben, Vorräte anzulegen, haben einige Online-Händler die mögliche Bestellmenge pro Person bereits reduziert.

Marken wie HB, Lord und Prince Denmark bleiben weiterhin im Vertrieb, auch wenn die Verkaufszahlen im Keller sind. Konkurrent Reemtsma wird hingegen Marken wie Atika, Juno, Salem No. 6 oder Eckstein No. 5 streichen. Japan Tobacco will die Marke Reyno einstellen, allerdings erst, wenn in zwei Jahren Mentholzigaretten verboten werden.

Quelle: Noizz.de