Jeder nutzt es täglich: WhatsApp. Verabredungen mit Freunden, Rücksprache mit Kollegen. Für viele ist der Messenger nicht mehr wegzudenken.

In den letzten Jahren habe wir uns so sehr an WhatsApp gewöhnt, dass uns etwas ganz Offensichtliches kaum noch auffällt. WhatsApp kommt ohne Werbung aus. Seit Facebook WhatsApp übernommen hat, wurde mit der Plattform kein Geld verdient. Das soll sich aber bald ändern.

Diese Woche hat Mark Zuckerberg die Gewinnzahlen seines Unternehmens veröffentlich, NOIZZ berichtete. 71 Prozent Gewinnsteigerung zum Vorjahr, ein Bombenwert.

Aber Zuckerberg will noch mehr, will weiter wachsen und die Facebook-Aktie in die Höhe schnellen lassen. Jetzt soll auch mit WhatsApp Geld verdient werden.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat mit WhatsApp noch große Pläne

Kommt jetzt Werbung auf WhatsApp:

Klar ist das nicht. Die Gerüchteküche brodelt. Die offizielle Mitteilung lautet nur: „Man wolle WhatsApp für Unternehmen öffnen."

WhatsApp hat gerade mehrere Stellenausschreibungen rausgegeben, unter anderem wird nach einem leitenden Produkt-Manager, einem Produkt-Marketing-Manager und nach Spezialisten für die Unternehmenskommunikation gesucht.

Whatsapp hat zurzeit 1,2 Millionen Nutzer, die es gerade schätzen, dass WhatsApp bisher ohne Werbung auskommt. Werbung auf der Plattform zu schalten, könnte also durchaus ein heikler Schritt sein. Das Gefühl von Privatheit, das WhatsApp bisher geboten hat, könnte dadurch eingeschränkt werden.

Durchaus möglich, dass bald diese nervigen Fake-Gewinn-Werbungen in deinem Chat-Verlauf auftauchen.

Denkbar ist aber auch, dass keine Werbung kommt und stattdessen die Umwandlung in eine Art Kommunikations-Tool für Firmen geplant ist. So könnten beispielsweise Kundenanfragen von Dienstleistern über WhatsApp beantwortet werden oder kleinere Bezahlvorgänge über WhatsApp abgewickelt werden.

Bisher gibt es kaum spezielle Hilfsmittel auf WhatsApp, die Unternehmen den Umgang mit einer größeren Zahl von Kunden erleichtern.

Ob WhatsApp dafür die Nummern seiner Nutzer an Unternehmen verkauft ist nicht klar. Fest steht aber, dass für diese Umwandlung von WhatsApp in eine weitere Gelddruck-Maschine besonders die Märkte in Europa, Indien und Brasilien interessant sind. Hier gibt es die meisten Nutzer der Plattform.

Quelle: Noizz.de