Es fing an wie ein ganz normaler Live-Stream. Die Vloggerin Lamu führte auf der Videoplatform Douyin, die chinesische Version von Tik-Tok, traditionelle tibetische Lieder für ihre Fans vor. Dann brach ihr Ex-Mann ein – und steckte sie in Brand.

Die tibetische Influencerin Lamu ist nach fast drei Wochen im Krankenhaus an Brandverletzungen gestorben. Während eines Live-Streams am 14. September hatte ihr Ex-Mann sie angeblich mit Benzin übergossen und in Brand gesteckt hat.

Der Livestream endete mit Schreien

Der ehemalige Lebenspartner war offenbar mit einem Messer und Benzin in Lamus Wohnung in der südwestlichen Provinz Sichuan eingebrochen. Danach soll er die Influencerin vor ihren Familienmitgliedern bedroht und attackiert haben. Bei Lamus Livestream wurde der Bildschirm schwarz, im Hintergrund waren Schreie zu hören, berichtet "Beijing Youth Daily".

Die chinesische Vloggerin erlitt Verbrennung über 90 Prozent ihres Körpers und musste ins Volkskrankenhaus in Ngawa. Drei Tage später wurde sie in das größere Sichuan Krankenhaus gebracht. Ärzte haben Lamu so gut es ging behandelt, aber es hat nicht gereicht, am 30. September starb sie an ihren Verletzungen.

Fans sammelten Spendengelder für die Familie

Nach dem Anschlag auf die Influencerin herrschte zwei Tage lang absolute Funkstille. Ihre Schwester Zhouma meldete sich schließlich online in einem Video. Darin sprach sie über die Attacke und bat um finanzielle Unterstützung für Lamus Behandlung. Insgesamt spendeten Fans eine Million Yuan ($146,900) an die Familie der Vloggerin.

Lamus Schwester sprach mit Fans auf Tik Tok über die Attacke

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Derzeit ermittelt die Polizei gegen Lamus Ex-Mann, der unter dem Namen Tang identifiziert und von Beamten in Verdacht auf Mord festgenommen wurde. Lamu war eine tibetische Bloggerin mit Wohnsitz im Gebirge von Ngawa. Sie hatte über 782.000 Follower of Douyin, die chinesische Version von TikTok.

  • Quelle:
  • Noizz.de