Mit Tüll-Kleid vor einer Naturkatastrophe posieren – für dieses No Go erntete eine US-Influencerin jetzt einen fetten Shitstorm. Im Nachhinein versucht sie, sich zu rechtfertigen.

Seit Anfang August verwüsten Waldbrände Kalifornien, Oregon und Washington. Millionen Hektar Land sind verbrannt, Tausende von Häusern zerstört und mehr als 30 Menschen den Flammen zum Opfer gefallen. Eine verheerende Katastrophe – oder wie die Influencerin Colette LeClair sagen würde: ein super Fotomotiv!

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Kleid passend zu den Flammen

Die Influencerin und Bloggerin, die selbst aus Kalifornien stammt, postete auf ihrem Instagram-Kanal zwei Fotos, auf denen sie am Strand posiert – der Himmel ist vom Rauch dunkel und vom Licht der Flammen in oragenes Licht getaucht. Passend dazu trägt Colette ein oragenes Tüll-Kleid: Wie überaus stylisch ...

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Laut Medienberichten versuchte die Influencerin in der ursprünglichen Bildunterschrift auch noch, das Kleid zu verkaufen. Diese hat sie nun offenbar geändert und gibt an, vor ihrem Umzug nach Los Angeles, einige Kleider zu spenden. Das machten ihre Follower aber nicht mit: Ein Shitstorm überrollte Colette, das Bild wurde sogar auf Twitter geteilt und vielfach für seine fehlende Sensibilität gegenüber den Opfern der Brände kritisiert.

Post geändert

Kommentieren kann man das Foto nun nicht mehr – diese Funktion hat die Influencerin wohl abgeschaltet. In ihrem geänderten Post fügte sie zudem hinzu: "Zur Klarstellung – ich bin an meinem letzten Abend in der Stadt an den Strand gefahren und habe Fotos gemacht, ich liebe es, Fotos zu machen. Ich habe die letzten drei Jahre in dieser Stadt fotografiert. Ich liebe diese Stadt. In Kalifornien gibt es seit Wochen Brände. Es ist verheerend. Gebete für die Menschen, die mit den Bränden zu tun haben. ICH SCHICKE EUCH ALLEN LIEBE."

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LeClair ist nicht der erste Influencerin, die Katastrophen oder Massenproteste für schöne Bilder missbraucht. So posierten weiße Influencer*innen zu Anfang der "Black Lives Matter"-Proteste plötzlich mit Schildern und in schicken Outfits vor der Protestierenden.

Quelle: Noizz.de