Dieses Jahr haben sich die Veranstalter des Heavy-Metal-Festivals etwas Besonderes für ihre Gäste einfallen lassen.

Statt Fässern mit Bier wird eine Pipeline verlegt, die die 400.000 Liter Gerstensaft auf das Gelände bringt. Knapp zweieinhalb Monate vor dem Start des „Wacken Open Air“ werden in Äckern und Feldern am Rande des beschaulichen Dorfes Rohre verlegt. Durch sie laufen einzelne Strom- und Glasfaserkabel, Trinkwasser- und Abwasserrohreund bald auch hektoliterweise Bier.

Arbeiter verlegen Leer-Rohre auf dem Gelände

„Dadurch müssen auf dem Gelände keine Fässer mehr mit schweren Lastwagen verteilt werden“, erklärte W:O:A-Gründer Holger Hübner. Die neue Pipeline werde vor allem gebaut, weil sie „nachhaltig ist und den Boden schont“, sagte Sprecherin Frederike Arns. Unter anderem werde so der Boden nicht jedes Jahr neu aufgerissen, um Strom- und Glasfaserleitungen zu verlegen.

W:O:A-Gründer Holger Hübner beim Verlegen der Rohre für die Bier-Pipeline

Das W:O:A gilt als weltgrößtes Metal-Spektakel. Aus den Anfängen vor 20 Jahren mit Familienfestcharakter ist ein kommerzielles Event geworden. Jedes Jahr reisen etwa 75.000 Fans aus aller Welt an und machen das betuliche Wacken zum internationalen Zentrum der Hardrock-Szene.

Die Fans in Wacken trinken viel, gelten bei Polizei und Rettungskräften aber als „zumeist ausgelassen und friedlich“.

Die Rohre für die Bier-Pipeline
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  • Quelle:
  • Noizz.de