Beim Fight „Polizisten versus Beuteltier“ floss sogar Blut!

Es wurde ein Känguru gesichtet! Als die Funkstreife im niedersächsischen Ganderkesee darüber verständigt wurde, mussten die Polizisten wahrscheinlich erst noch einmal nachfragen, ob sie sich nicht vielleicht verhört hatten. Aber nein: Was klingt wie ein Scherz, ist wirklich passiert.

Das Känguru war seinem Herrchen schon Ende Juli ausgebüxt, gemeinsam mit einem zweiten Beuteltier. Das konnte allerdings noch am selben Tag eingefangen werden.

In der Nacht von Freitag auf Samstag hüpfte es dann den Polizisten „stadteinwärts entgegen“, wie es in der Pressemitteilung der Polizei Delmenhorst heißt. Und kampflos aufgeben und in den Streifenwagen springen – dazu war das Tier ganz und gar nicht bereit!

Es hat einige Mühe gekostet, das Tier wieder einzufangen, gibt ein Polizeisprecher gegenüber NOIZZ zu. „Die Tiere sind ausgesprochen wehrhaft. Drei Streifen sind angerückt." Bei der Auseinandersetzung mit den Beamten verletzte sich das Känguru am Schwanz und holte sich eine blutige Nase. Aua!

Es floss Blut beim Kampf „Känguru versus Polizei“
Foto: / Polizeiinspektion Delmenhorst

Das Beuteltier musste fixiert werden, erklärt der Polizeisprecher weiter. Heißt: Vorder- und Hinterläufe wurden zusammengebunden. So bekamen die Polizisten das Känguru irgendwann unter Kontrolle. Nun ist das Tier wieder bei seinem Besitzer, einem 43-Jährigen Mann aus Ganderkesee.

Kurios: Kängurus kann man tatsächlich als Haustiere halten! „Klar ist das möglich, wenn man ein entsprechendes Geläuf hat“, sagt der Polizeisprecher.

Wer also einen großen Garten mit viel Auslauf für ein Beuteltier hat, kann sich auch in Deutschland eines anschaffen. Aber Vorsicht: Wenn man es beim Herumhüpfen stört, kann das auch in einem kleinen Boxkampf enden!

Quelle: Noizz.de