Selbst die Polizei weiß nicht, wie sie mit diesem Fall umgehen soll.

Was passiert, wenn das Leben vorbei ist? Menschen haben häufig konkrete Vorstellung, was nach dem Tod mit ihnen geschehen soll. Manche möchten in einem Sarg beerdigt, andere zu Asche verbrannt und an einem bestimmten Ort verstreut werden. Doch eins möchte sicher keiner: Als Keks in den Bäuchen von Teenager enden.

Doch genau das soll jetzt in Davis, Kalifornien passiert sein. Schüler der DaVinci Highschool – es soll sich um zwei Teenager handeln – haben angeblich die Asche der Großeltern genommen, sie zu Keksen verarbeitet und dann an Mitschüler verteilt. Neun Kekse wurden dabei ahnungslos verzerrt. Behörden haben Grund zu der Annahme, dass die Geschichte nach Aussagen der Mitschüler wahr ist.

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Die Polizei aus Kalifornien ist dabei, den Fall zu untersuchen. Laut dem örtlichen Polizeileiter Paul Doroshow ist so etwas noch nie passiert. „Es wurden bisher nur Haschkekse gebacken und verkauft“, sagt er in einem Video des Nachrichtensender „abc7“. Soweit ich weiß, hat von den neun Schüler bisher keiner physischen Schaden erlitten oder ist krank geworden.

In Deutschland darf laut den Bestattungsgesetzen die Totenasche nicht verstreut werden. Hier herrscht nämlich sogenannter Friedhofszwang. Das bedeutet, dass tote Menschen nur auf Friedhöfen in Sargen, oder als Asche in Urnen unter der Erde vergraben werden dürfen. Dazu herrscht Bestattungspflicht – die Urne darf also auch nicht den Hinterbliebenen zur freien Verfügung erhalten bleiben. Ausnahmen sind unter bestimmten Voraussetzungen See- oder Naturbestattungen im Wald. Ist der letzte Wunsch des Verstorben verstreut zu werden, muss das in der Regel im Ausland geschehen. In der Schweiz oder der USA ist es beispielsweise möglich, die Asche von Toten zu Hause aufzubewahren.

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Die Polizei arbeitet weiter an dem Fall. Noch ist unklar, ob die Teenager tatsächlich die Asche der Großeltern zu Keksen weiterverarbeitet und verteilt haben. Erweist der Fall sich aber als wahr, wissen selbst die Behörden nicht, wie sie damit umgehen sollen. Solange sollen aber keine weiteren Aussagen getroffen werden. „Dieser Fall ist besonders herausfordernd, und wir wollen angemessen, respektvoll und würdevoll reagieren“, sagt Polizeileiter Doroshow im Interview.

Wir hoffen, dass sich die Schüler passend zu Halloween einfach einen schlechten Scherz erlaubt haben.

Quelle: Noizz.de