Die Reaktion der Menschen war nach dem Angriff aber großartig.

Ryma joggte an einer Strandpromenade in der algerischen Hauptstadt Algier. Das war für einen Mann Grund genug, das Mädchen zu beleidigen und anzugreifen. "Dein Platz ist zu dieser Zeit in der Küche", soll er dem Mädchen zugerufen haben.

Die muslimische Welt feiert gerade den Fastenmonat Ramadan. Dass Ryma joggte, ist nicht verboten. Der Mann sah allerdings ihre Aufgabe eher darin, für die Familie Essen zu kochen für das Fastenbrechen nach Sonnenuntergang.

Eine traurige Geschichte, die aber ein gutes Ende nimmt: Laut der französischen Huffingtonpost, die zuerst über den Fall berichtet hatte, zeigten sich danach viele Menschen mit Ryma solidarisch.

500 Menschen, darunter 300 Frauen, trafen sich nach dem Angriff an der Promenade zum gemeinsamen Joggen.

„Arwahi Tejri“ lautete das Motto der Aktion, zu deutsch: „Lasst uns Joggen“. Mit Plakaten wollen die Teilnehmer zeigen, dass Frauen nicht nur das Recht haben, einen Sport im Freien auszuüben, sondern vor allem das Recht haben, frei und ohne Angst zu leben, ohne Belästigungen und Gewalt.

Quelle: Noizz.de