Warum wir heute nicht mehr in Gesellschaft essen.

Immer mehr Menschen auf der Welt essen alleine. In New York ist der Anteil der allein Essenden zwischen 2014 und 2018 um 80 Prozent angestiegen, in Japan ist "Essen ohne Interaktion" ein echter Trend: Du sitzt in einem kleinen Kasten, bekommst dein Essen durch eine Öffnung reingeschoben, isst. Nach dem dem Wissenschaftsmagazin "The Conversation" ist das eine beängstigende Entwicklung, denn die einsame Lebensmittelaufnahme steht in Zusammenhang mit geistigen und körperlichen Krankheiten. Warum essen wir nicht mehr in Gesellschaft?

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Depressionen, Diabetes oder Bluthochdruck – nach den neuesten Forschungsergebnissen Krankheiten, die im Zusammenhang mit essen ohne Gesellschaft stehen. Warum wir heutzutage immer seltener in Gemeinschaft essen? Laut "The Conversation" gibt es dafür viele Gründe.

Ursprünglich zum Beispiel die Auflösung der klassischen Rollenverteilung, bei der die Frauen im Haushalt für gemeinsame Mahlzeiten gesorgt haben. Die klassische Einteilung in drei tägliche Mahlzeiten zu geregelten Tageszeiten ist auch von gestern – heute ist jeder, wenn er will. Hinzu kommt, dass die sozialen Kreise, in denen wir uns bewegen, immer kleiner werden. Und seltener.

Das nutzt die Nahrungsmittel-Industrie natürlich aus und bietet immer mehr unkompliziertes Essen für zwischendurch an. Generation To-Go, oder so.

Die Lösung: Wieder mehr gemeinsam essen (wer hätte es gedacht?). Checkt zahlreiche Food-Sharing-Modelle im Artikel ab, oder seht euch einfach um, was in eurer Stadt bereits angeboten wird.

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Quelle: Noizz.de