Ein Werk in Texas hat die Produktion des Wirkstoffs unerwartet eingestellt.

Kopfschmerzen, Entzündungen, eine Operation - es gibt viele Situationen, in denen man zu Schmerzmitteln wie Ibuprofen greift. Mit 27 Millionen Rezeptverschreibungen und 51 Millionen frei verkauften Päckchen im Jahr ist das Medikament das wichtigste Schmerzmittel in Deutschland. Alternativen wie Paracetamol hat Ibuprofen längst überholt.

Ein BASF-Werk in Bishop im US-Bundesstaat Texas hat nun allerdings überraschend die Produktion eingestellt. Der Grund: technische Probleme. Vermutlich wird die Anlage für drei Monate stillstehen. Dabei hätte sie eigentlich sogar erweitert werden sollen. Mit 5000 Tonnen pro Jahr gehört das Werk zu den wichtigsten Ibuprofen-Produzenten.

Ein Teil der Ibuprofen-Präparate auf dem Deutschen Markt wird im US-amerikanischen Bishop hergestellt. Foto: Pina Messina / unsplash.com

Einige Pharmaunternehmen suchen bereits nach Zwischenhändlern, über die sie die fehlenden Mengen nun beziehen können. Inwiefern die Knappheit auch Deutschland betrifft ist noch unklar.

Maik Pommer vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte sagte gegenüber Bild: „Der Lieferengpass ist uns bekannt. Wir stehen in engem Austausch mit den Fachkreisen, wie Ärzteschaft und pharmazeutische Industrie, um uns ein Bild von der Gesamtsituation zu machen. Das Ziel ist es, schnell Lösungsmöglichkeiten anzustoßen.“ Es gebe zum Glück eine Reihe von Alternativen wie Diclofenac oder Naproxen. „Das muss im Einzelfall aber der Arzt oder Apotheker gemeinsam mit dem Patienten entscheiden.“

Quelle: Noizz.de