"Work hard, play hard": In diesem japanischen Vergnügungspark kannst du bald beides gleichzeitig tun. Ab Freitag bietet Yomiuriland seine Parkanlagen als alternative Arbeitsplätze zum Homeoffice während der Corona-Krise an.

Nach der ersten Corona-Welle wissen wir alle aus eigener Erfahrung, dass Homeoffice in den meisten Fällen nicht allzu schlimm ist; in mancher Hinsicht hat es sogar Vorteile. Irgendwann reicht es einem aber, mit Laptop auf dem Schoß vom Bett aus zu arbeiten: Man fängt an, die Außenwelt zu vermissen.

Ab Freitag bietet ein Vergnügungspark in Japan eine Lösung zum Homeoffice-Dilemma. Mit der Kampagne "Amusement Workation" – ein Kofferwort aus den Wörtern "Work" und "Vacation" – lädt das von Tokio westlich gelegne Yomiuriland Besucher ein, inmitten seiner zahlreichen Attraktionen zu arbeiten.

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Zoom-Meeting im Riesenrad: So sieht Homeoffice im Vergnügungspark aus

Für das Hybrid-Erlebnis Arbeit und Freizeit werden Parkanlagen wie das Schwimmbad-Gelände und das Riesenrad in alternative Arbeitsplätze umgewandelt. Tische und Stühle werden zur Verfügung gestellt sowie Stromanschlüsse und Internet – damit die vergnügliche Atmosphäre die Produktivität gar nicht erst einschränken kann.

Falls das nicht luxuriös genug ist, kann jede*r Besucher*in bis zu einer Stunde lang in einer privaten Gondel verbringen. Auch hier ist Internet verfügbar. Wer seine*ihre Arbeitskolleg*innen neidisch machen will, kann also problemfrei das nächste Zoom-Meeting während einer kleinen Bootstour oder Riesenrad-Fahrt über den Wolken von Tokio führen.

Das beste an der Sache ist der Preis. Unter der Woche kostet ein Tagesticket 1.900 Japanische Yen (knapp 15 Euro), am Wochenende 2.000 Japanische Yen (16 Euro). Im Vergleich zu anderen Homeoffice-Urlaubs-Orten wie dem 23.250 US-Dollar-teuren Luxus-Resort auf den Malediven wirkt ein Tag im japanischen Vergnügungspark wie ein Schnäppchen.

Wer zusätzlich Lust hat, kann in Yomiuriland auch den botanischen Garten besichtigen, Laser-Tag spielen und Achterbahn fahren. Diese Attraktionen sind aber nicht im Tagesticket inbegriffen und kosten extra.

Achterbahn fahren, aber bitte nicht zu laut schreien – wegen Corona

Derzeit dürfen Vergnügungsparks in Japan weiterhin aufbleiben, trotz Corona. Dafür bestehen aber bestimmte Hygiene-Regeln. Um der Verbreitung von Covid-19 in Yomiuriland vorzubeugen, wird Gästen ans Herz gelegt, während ihres Aufenthalts eine Maske zu tragen.

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Auch die Themenpark-Verbände Ost- und Westjapans, die Attraktionen wie Tokio Disneyland und Universal Studios Japan beaufsichtigen, raten Besuchern, sich an die Regeln zu halten. Dabei haben sie ein gängiges Verhalten in Vergnügungspark besonders hervorgehoben: das laute Schreien auf Achterbahnen und anderen spannenden Fahrgeschäften. Laut "CNN" hätte der Verband Gäste dazu gebeten, anstelle dessen "im Herzen zu Schreien".

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  • Quelle:
  • Noizz.de