Die Polizei musste einschreiten und die Lager trennen.

Chaos am Ende der Frankfurter Buchmesse: Am Samstagabend kam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen rechten Akteuren und etwa 80 linken Demonstranten, die diese nicht auf der Messe sehen wollen. Es gab Rangeleien und Beleidigungen.

Demonstranten rangeln mit den Ordner am Stand des rechten Antaios-Verlags.

Hintergrund ist die Präsentation des Buches „Mit Linken leben“ am Stand des rechtsgerichteten Antaios-Verlags mit dem AfD-Politiker Björn Höcke. Demonstranten hielten Protestplakate hoch und riefen „Nazis raus“, die Anhänger Höckes wiederum skandierten „Jeder hasst die Antifa“. Die Polizei ging dazwischen.

Die Polizei bildet eine Kette, um die Lager zu trennen.

Später wurde eine Lesung von Autoren der rechtsextremen „Identitäten Bewegung“ wegen lauter Proteste abgebrochen.

Auf Videos auf Twitter sind „Hau ab!“-Rufe zu hören. Die islamfeindliche Pegida-Bündnis aus Dresden sendete einen Livestream von der Buchmesse, wo neben dem rechten Publizisten Götz Kubitschek auch der Kopf der österreichischen „Identitären Bewegung" Martin Sellner zu sehen ist. Die Bewegung wird in Deutschland vom Verfassungsschutz beobachtet.

Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art auf der Buchmesse. Am Stand der rechtsgerichteten Wochenzeitung „Junge Freiheit“ ging am Freitag der Zuhörer einer Lesung auf den Verleger des linken Trikont-Musikverlags zu und verletzte ihn mit der Faust an der Lippe, wie eine Messesprecherin bestätigte.

Wir verurteilen jede Form von Gewalt“, erklärten Buchmesse und Börsenverein am Abend. „Sie verhindert den Austausch von politischen Positionen. Wir werden sie als Mittel der Auseinandersetzung nicht zulassen.“

Die Situation entspannte sich erst mit Schließung der Messe.

Quelle: Noizz.de