Neue Aussagen mutmaßlicher Opfer im Fall Epstein.

Virginia Giuffre, eines von vielen mutmaßlichen Opfern sexueller Gewalt vom Multimillionär Jeffrey Epstein, hat gerade in ihrem ersten TV-Interview erzählt, wie sie nicht nur Opfer sexueller Gewalt von Epstein, sondern auch von seinem langjährigen Freund Prinz Andrew geworden ist. Das heute 59-jährige Mitglied der englischen Königsfamilie soll sie an einem Abend vor circa 18 Jahren misshandelt haben, wie sie in einem exklusiven Interview mit BBC preisgab.

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"Heute lernst du einen Prinzen kennen."

Mit diesen Worten lud Epstein das junge Mädchen mit auf einen Ausflug zum britischen Aristokraten Prinz Andrew ein.

Epstein, seine gute Freundin Ghilsaine Maxwell und Virginia seien gemeinsam mit dem Prinzen feiern gefahren. Allerdings sind wohl nur Virginia und Prinz Andrew in den Club gegangen. Sie verbrachten Zeit in der VIP-Lounge, er brachte ihr Alkohol und forderte sie zum Tanz auf. Sie tanzten und verließen den Club irgendwann wieder gemeinsam. Virginia stieg zurück ins Auto von Epstein und Ghilsaine. Dort sagte Ghilsaine zu Virginia:

"Er kommt gleich zurück zum Haus. Und ich möchte, dass du für ihn (Prinz Andrew) dasselbe tust, was du für Epstein tust." Virginia konnte es nicht glauben. Auf der Toilette und im Schlafzimmer sei es dann zum Sex zwischen den beiden gekommen. Sie war zum Zeitpunkt des Geschehens 17, der Prinz 41.

Epstein wurde im März 2005 zum ersten Mal wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt. Im Zuge dieses Verfahrens meldeten sich über 50 weitere Frauen, die ebenfalls angaben, von ihm missbraucht worden zu seien. Mithilfe einer außergerichtlichen Einigung gelang es Epstein, mit eine Haftstrafe von lediglich 12 Monaten davon zu kommen. Im Juli 2019 wurde er nach neuen Hinweisen auf weitere Missbrauchsfälle wieder verhaftet. Zwei Monate später nahm er sich in seiner Gefängniszelle das Leben.

Aufgrund ihrer intensiven Freundschaft stand Prinz Andrew ohnehin schon im Fadenkreuz. Bisher gab er allerdings an, von den sexuellen Machenschaften seines Freundes nichts mitbekommen zu haben. Das könnte sich nun ändern.

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Quelle: Noizz.de