Eine Hackerattacke legt die IT eines Krankenhauses lahm – eine Patientin stirbt. Wie konnte es dazu kommen? Und was droht den Hackern jetzt?

Ein Hackerangriff: Das ist DIE neue Gefahr, gegen die noch zu wenige Institutionen ausreichend geschützt sind. Nicht nur Daten können dem Angriff dabei zum Opfer fallen – sondern sogr Menschenleben. Jetzt ist diese distopische Vorstellung eines Todesfalls durch einen Cyber-Angriff in Deutschland Realität geworden.

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Rettungswagen abgewiesen

Hacker hatten gerade die IT der Uniklinik in Düsseldorf lahmgelegt, als die Crew eines Rettungswagens um das Leben einer schwer kranken Patientin kämpfte. Wegen des Angriffs musste die Klinik den Krankenwagen abweisen, der daraufhin weiter nach Wuppertal fuhr.

War es Mord?

Das habe eine halbe Stunde länger gedauert, sagte der Wuppertaler Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert mit. Zu lang. Denn unmittelbar nach Einlieferung in das Krankenhaus in Wuppertal starb die Patientin. Wenn sich die Mitschuld der Hacker an dem Todesfall nachweisen lasse, könnte der Vorwurf auf fahrlässige Tötung oder sogar auf Mord lauten, so Baumert.

Erpresserschreiben gegen Uni

Nach ersten Erkenntnissen hat sich der Angriff dabei offenbar nicht einmal direkt gegen die Klinik in Düsseldorf gerichtet. Dort seien zwar 30 Server verschlüsselt worden, das Erpresserschreiben habe sich jedoch an die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf gerichtet, sagte der nordrhein-westfälische Justizminister Peter Biesenbach (CDU). Eine konkrete Lösegeldforderung gab es nicht.

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Die Polizei schaffte es offenbar, mit den Hackern zu kommunizieren und diese zu warnen, dass sie Menschenleben gefährdeten. Daraufhin hätten die Täter daraufhin den digitalen Schlüssel ausgehändigt. Inzwischen soll der Kontakt aber abgerissen sein.

  • Quelle:
  • Noizz.de