Was' da los in Eppendorf?

Laut der Pressemitteilung des Gymnasiums Eppendorf soll es oft dazu gekommen sein, dass die Schüler Outfits getragen hätten, die eher für den Strand geeignet seien.

Daher hätte die Schule seine Hausordnung jetzt um den Punkt „Kleidung“ erweitert. Zwar wird eindeutig darauf hingewiesen, dass es nach Ansicht der Schule nicht um eine Kleiderordnung geht, aber dennoch ist der Punkt fest in ihrer Hausordnung verankert. Also doch Kleiderordnung.

So heißt es dort: „Die Schule ist ein Ort des Lernens und Arbeitens. Alle Mitglieder der Schulgemeinschaft haben eine der Institution Schule und der Atmosphäre des Lernens und Lehrens angemessene Kleidung zu tragen.“

„Dazu gehört u.a., dass Kapuzen, Mützen u.ä. während des Unterrichts und in der Mensa abgelegt werden. Auch bei sommerlichen Temperaturen ist auf freizügige Kleidung zu verzichten. Darunter verstehen wir, z.B. übertiefe Dekolletés, bauchfreie Shirts, pofreie Shorts, zu kurze Röcke, etc.“

Damit ist die Schule nicht die erste in Hamburg, die eine Kleiderordnung einführt. Schon das Johanneum hat in seiner Hausordnung den Punkt Kleidung verankert. Und auch die Sophie-Barat-Schule hat einen „Dresscode“ beschlossen.

Sowohl auf der Lehrekonferenz, als auch mit dem Schülersprecherteam und der anschließenden Schulkonferenz sei mit den Elternvertretern und den gewählten Mitgliedern der Schülerschaft diskutiert und beschlossen worden, dass der Punkt Kleidung in die Hausordnung aufgenommen wird.

Weiter heißt es in der Pressemitteilung, „dass nicht alle Schülerinnen und Schüler, nicht alle Eltern die Entscheidung gut heißen, aber aus unserer Ansicht sei es zunehmend die Aufgabe der Schule gemeinsame Werte und Regeln als Orientierung vorzugeben (...).“

Auf unsere Nachfrage(n) hin hat die Schule uns lediglich die Pressemitteilung geschickt. Besonders pikant ist der letzte Satz: „Schade, dass jetzt versucht wird, durch Befragungen und Interviews die Schulgemeinschaft auseinander zu dividieren.“

Wir finden es schade, dass wir keine Antwort(en) bekommen haben.

Quelle: Noizz.de