Er wollte seine Sammlung mit einem Löwen krönen.

Er war ein leidenschaftlicher Großwildjäger und wollte seine Jagdtrophäen-Sammlung mit einem Löwen krönen. Jetzt ist der kroatische Hotelier Pero Jelinic bei der Löwenjagd in Südafrika selbst erschossen worden.

Wie die britische „Daily Mail“ berichtet, war der Hobby-Jäger mit Freunden in die Leebosch Lodge an die Grenze von Botswana gefahren, um seine Jagdkarriere mit einem Löwen zu krönen.

Eine der majestätischen Raubkatzen soll er bereits erlegt haben, als ihn selbst ein Schuss traf. Ein Helikopter brachte den Schwerverletzten noch in ein Krankenhaus, doch der 75-Jährige starb.

"Wir ermitteln mit Verdacht auf fahrlässige Tötung", sagte Sabata Mokgwabone von der örtlichen Polizei. Wer den tödlichen Schuss abfeuerte sei aber noch nicht geklärt. Außerdem werde geprüft, ob die Jagdgesellschaft illegal Waffen und Munition besessen hätte.

Petro Jelinic war nicht der einzige Löwenjäger in der Region. Auf dem Gelände der Leebosch Lodge werden die Raubkatzen in Gefangenschaft gehalten, um Jagdtouristen aus den USA und Europa als Beute zu dienen.

Auch deutsche Jäger reisen dort hin. Der Schweizer Tierschutz (TST) schätzt, dass jährlich etwa 15 000 Deutsche ins Ausland reisen, um dort Wildtiere zu töten. Ihre Reisen buchen sie bei den rund ein Dutzend deutschen Anbietern, die die Jagd als ethnisch und ökologisch fragwürdige „Pakete“ verkaufen.

Wildtiere werden auf den Seiten der Anbieter als „Trophäen“ bezeichnet. Wer ohne eine „Trophäe“ nach Hause fährt, bekommt ein Teil seines Geldes zurück.

Besonders die "Gatterjagd", bei der Tiere - wie in Südafrika - in eingezäuntem Gelände gehalten werden, steht in der Kritik. Denn Wildtiere haben bei dieser Form der Jagd keine Chance, ihren Jägern zu entkommen.

Quelle: Noizz.de