Er bestand aus Kochfett und Abfällen wie Windeln und Kondomen.

Der größte Fettberg der Geschichte Londons ist 250 Meter lang und mit 130 Tonnen so schwer wie ein Blauwal. Das „Monster“, das im September in der Kanalisation entdeckt worden war, wurde nun entfernt.

Das Wasserversorgungsunternehmen Thames Water twitterte am Freitag stolz: „Wir haben die Schlacht gegen das Monster von Whitechapel gewonnen“. Das Gebilde bestand aus einem Mix von gehärtetem Kochfett und Abfällen wie Windeln, Kondomen und Feuchttüchern.

Die nicht zu beneidenden Spezialisten benötigten für die Operation in vier Metern Tiefe länger als gedacht. Der Fettberg beschädigte durch das enorme Gewicht das Abflussrohr und musste händisch mit Schaufeln und viel Kraft entfernt werden.

Der Kampf dauerte insgesamt neun Wochen. Am Ende posieren die voll ausgerüsteten Angestellten von Thames Water mit erhobenen Daumen.

Fettberge sind zu einem großen Problem in der britischen Hauptstadt geworden. Das Ausmaß des jetzt abgebauten Kolosses stellte jedoch alles in den Schatten, hieß es.

Viele Briten spülen Abfälle die Toilette hinunter und entsorgen immer mehr heißes Fett in der Kanalisation, das dann den Unrat zu einer steinharten Masse verklebt. „Die unterirdischen Kanäle sind auch heute noch super in Schuss“, sagte Alex Saunders von Thames Water. Das Problem sei das Bevölkerungswachstum und die immer „fettigeren Essensgewohnheiten“ der Großstädter.

„Auch in Deutschland setzen steigende Müllmengen im Abwasser den Abwassersystemen zu“, sagte eine Sprecherin des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU). Riesen-Gebilde wie in London seien aber unbekannt.

Quelle: Thames Water