Mit gefälschten "Grindr"-Profilen haben sie in Birmingham Übergriffe ausgeübt.

Muhammad Umar, Mohammed Sohail Khan und Qaasim Ahmad nutzen alle die Gay-Dating-App "Grindr" – aber nicht, um Männer kennenzulernen. Die 18-Jährigen aus Birmingham, Großbritannien, üben homophoben Hass aus. Mit einem Fake-Profil verabreden sich die jungen Männer, um ihre Opfer anzugreifen, auszurauben und verbal nieder zu machen. Gegenüber dem Nachrichtensender "BBC" sagt die Staatsanwaltschaft, dass einer der Opfer sogar bespuckt und ein anderer gefesselt wurde.

Auf den Mobiltelefonen der Angeklagten und bei Durchsuchungen in ihrem Zuhause wurden Beweise gefunden, sie sie mit dem Tatbestand in Verbindung verbringen. DNA-Spuren unterstützen die Vorwürfe. Umar, Sohail und Qaasim werden aber nicht nur wegen homophober Angriffe angeklagt. Sie sollen zudem weitere Einbrüche und Raubüberfälle ausgeübt haben.

Die drei Männer haben nach Aussagen von Michael Disney von der Staatsanwaltschaft nicht mit einer Klage gerechnet. "Sie haben nicht berücksichtigt, dass es keine Schande ist, schwul zu sein, und sie haben nicht den Mut und die Tapferkeit der Opfer erwartet, die schreckliche Brutalität wieder aufleben zu lassen“, heißt es. "Sie glaubten, dass sie sich zu sehr für ihre sexuelle Orientierung schämen würden, um der Polizei und dem Gericht Beweise zu liefern.“

Die Überfälle fanden wohl zwischen Januar und März dieses Jahres statt. Khan und Ahmad wurden zu 13 Jahren und vier Monaten verurteilt, während Umar zu elf Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt wurde.

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lcw

Quelle: Noizz.de