Im Jahr 2012 verschwand Maria Baumer. Ihr Verlobter meldete sie damals als vermisst, mimte im Fernsehen den verzweifelten Partner. Jetzt, rund acht Jahre später, steht der Mann wegen heimtückischen Mordes an seiner Verlobten vor Gericht.

Acht Jahre nach dem gewaltsamen Tod von Maria Baumer beginnt am Mittwoch (13.00 Uhr) vor dem Landgericht Regensburg der Prozess gegen den Verlobten der Frau. Die Staatsanwaltschaft legt ihm Mord zur Last. Der 35-Jährige soll heimtückisch und aus niederen Beweggründen gehandelt haben. Er war 2013 schon ins Visier der Ermittler geraten, aber zunächst wieder frei gekommen. Ende 2019 wurde er erneut festgenommen.

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Er suchte online nach dem "perfekten Mord"

Der Anklage nach hatte der Mann seiner Verlobten im Mai 2012 zunächst ein Beruhigungsmittel verabreicht und anschließend eine Überdosis eines weiteren Medikamentes. Dadurch sei es – mit hoher Wahrscheinlichkeit – zum Atemstillstand gekommen. Daraufhin soll er die bewusstlose Frau beziehungsweise den Leichnam in einem Wald in eine Grube gelegt und mit chemischen Mitteln bestreut haben, sodass sich die Gewebeteile verflüssigten.

Symbolbild: Medikamente

Er meldete die Frau als vermisst. Im Spätsommer 2013 entdeckten Pilzsammler ihr Skelett. Neue technische Möglichkeiten brachten die Ermittler Ende 2019 erneut auf die Spur des damaligen Verlobten. So konnten an Kleidung und Haaren der Frau Medikamente nachgewiesen werden. Außerdem soll der nun Angeklagte kurz vor dem Verschwinden der Frau im Internet nach "der perfekte Mord" gesucht haben.

Der Prozess ist zunächst bis Anfang Oktober terminiert. Es sollen den Angaben zufolge 65 Zeugen und 18 Sachverständige gehört werden.

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[Text zusammen mit: dpa]

  • Quelle:
  • Noizz.de