... weil's in der Bibel steht.

Wusstet ihr, dass 2017 das Jahr der Bibel ist? Zumindest, wenn es nach Matt Bevin, republikanischer Governor des US-Bundesstaates Kentucky, geht. Und das ist für ihn auch der Grund, ein Gesetz zur „religiösen Freiheit” zu erlassen, das damit rein gar nichts zu tun hat.

Denn, haltet euch fest, dieses Gesetz erlaubt es zum Beispiel, Studenten, ihre Kommilitonen, die schwul, lesbisch oder Transgender sind, zu diskriminieren – wenn das denn einen religiösen Grund hat.

Nur zur Erinnerung: Wir sind in den USA im 21. Jahrhundert. Der neue Entwurf SB 17 soll laut Bevin vor allem christliche Schüler schützen, damit sie auch an öffentlichen Schulen ihrem Glauben frei nachgehen könnten.

Das Gesetz gibt quasi allen hardcore-fundamentalistischen Christen-Schüler-Gruppen die Freikarte, Homosexuelle von ihren Aktivitäten auszuschließen – alles, was sie dafür tun müssten, wäre, offiziell zu sagen, der oder die Schüler bzw. Schülerin verstöße gegen ihren Glauben. Belegen können sie das etwa mit Bibelversen – weil Jesus es so wollte.

Während in Deutschland heute nach 20 Jahren das Bundeskabinett verurteilte homosexuelle Männer nach Paragraph 175 (der noch aus der Nazi-Zeit stammte und Schwulsein unter Strafe stellte) rehabilitiert, gehen die USA also wohl eher einen Schritt zurück – zumindest im Bundesstaat Kentucky ...

Quelle: Noizz.de