Das luxuriöse „Fyre-Festival“ im Jahr 2017 war eine einzige Katastrophe.

Die Ticket-Preise für das angebliche Luxus-Festival auf den Bahamas im April 2017 fingen an bei stolzen 11.000 Euro. Andere Späße wie Luxus-Catering kosteten dann nochmal extra – da kommt man schnell auf einen Preis von 13.000 Dollar – Tendenz steigend. Für eine wohlhabende Elite, die ein staubiges Festival im windschiefen Zelt nicht als Instagram-reifen Urlaub betrachten, schien das „Fyre-Festival“ perfekt. Promotet wurde das Festival-Träumchen dann auch noch von Models wie Kendall Jenner, Bella Hadid oder Emily Ratajkowski – an der Seriösität des Festivals war also eigentlich nicht zu zweifeln.

Was die Abzock-Opfer dann vorfanden, war alles andere als glamourös. Notdürftige Zelte, labbriger Toasts mit Scheibenkäse und kein einziger Musik-Act. Ein völliger Reinfall, der dann auch noch wegen der Wetterumstände vollkommen abgebrochen werden musste. Die Besucher wurden Not-evakuiert, und die Veranstalter Billy McFarland und Rapper Ja Rule wurden verklagt, und zwar heftig. Eine dieser Klagen von zwei Bloggern war sogar erfolgreich, die beiden bekamen 2,5 Millionen Dollar an Schadensersatz. Andere Schadensersatz-Klagen in Höhe von bis zu 100 Millionen Dollar stehen noch aus.

Der Veranstalter Billy McFarland wurde nun vom Gericht wegen Überweisungsbetrug verurteilt. Die Strafe: Sechs Jahre Gefängis. Angesetzt waren eigentlich 15 Jahre, die wurden aber vermindert aufgrund McFarlands psychischer Krankheiten. Symptom: Größenwahn.

Einer, der sich dem Verfahren beteiligende Anwälte Geoffrey Berman brachte das Urteil zu einem umfassenden Fazit: „Heute hat McFarland auf die harte Tour gelernt, dass leere Versprechungen nicht zum Jetsetter-Lifestyle, Champagner und extravaganten Parties führt – sondern ins Gefängnis.“

Quelle: Noizz.de