Auf Facebook konnte man abstimmen.

Manchmal zeigt sich Sexismus in den absurdesten Auswüchsen. So kürzlich geschehen imtschechischen Atomkraftwerk Temelín. Um eine ausgeschriebene Praktikumsstelle zu besetzen, verlangten die Betreiber ČEZ Group von den Bewerberinnen Fotos in Badeklamotten. Stilecht im Bikini im eigenen Kühlturm. Wie DW und Independent berichten, wurden die Fotos dann auf die Facebook-Seite des Kraftwerks geladen und zur Abstimmung freigegeben.

Gewinnerinnen eines Wettbewerbs

Natürlich ließ der Shitstorm nicht lange auf sich warten und wütende Kommentare warfen den Urhebern des Wettbewerbs Sexismus vor. Gegenüber der Presse ließen die Kraftwerk-Betreiber allerdings verlauten, dass sie jährlich 900 Praktika und Exkursionen anbieten würden und diese auch an Gewinner von Wettbewerben gingen - in diesem Fall die Gewinnerinnen eines Schönheitswettbewerbs.

Screenshots von der Website des Kraftwerks. Foto: Screenshot / Facebook / ICTemelin

Spezifische Praktika

Teil des Plans wäre gewesen, die Auserwählte der insgesamt zehn Teilnehmerinnen genau in dem Bereich einzusetzen, indem sie später arbeiten wolle. Wem beispielsweise eine Karriere im Journalismus vorschwebe, der käme in die Pressestelle, bei Interesse an Ökonomie hingegen in der Wirtschaftsabteilung.

Eine Entschuldigung folgt

Nach dem Shitstorm wurde das Voting allerdings gestoppt und ČEZ brachte eine Entschuldigung heraus. Allen zehn Teilnehmerinnen hätte man danach ein Praktikum angeboten. Die Entschuldigung lautete: "Der Grund für den Wettbewerb war Werbung für eine technische Ausbildung zu machen. Aber wenn die ursprüngliche Fassung für Verwirrung oder Zweifel gesorgt hat, bitten wir um Entschuldigung."

Quelle: Noizz.de