Die spinnen, die Holländer!

Wenn sich in einer Großstadt die Blase meldet, kann das sehr unangenehm sein. Ist keine öffentliche Toilette in nächster Nähe, suchen viele in Restaurants nach der Rettung. Aber nur wegen der Toilette in Gaststätten einzufallen, ist vielen unangenehm – und selten gern gesehen.

In Amsterdam ist es jetzt zu einem Eklat gekommen. Geerte Piening ist wegen Wildpinkelns zu einer Gelstraße von 90 Euro verurteilt worden. Sie war nachts unterwegs, als der Druck einfach zu stark wurde. In Amsterdam gibt es 35 öffentliche Toiletten für Männer – aber nur drei für Frauen.

Trotzdem urteilte das Gericht, dass sie ein Pissoir hätte aufsuchen können. „Es mag nicht angenehm sein, aber es ist möglich“, lautete die Urteilsbegründung.

Das wollte Piening nicht auf sich sitzen lassen. Deshalb rief sie zum Ersten Nationalen Öffentlichen Uriniertag der Niederlande auf. Frauen sollten öffentlich auf Pissoirs ihre Notdurft verrichten, um auf den Misstand in der niederländischen Hauptstadt hinzuweisen.

Dabei entstanden coole Fotos der „Zeikwijven“ (auf Deutsch in etwa „Pissweiber“). Die Bilder sind jetzt bei Instagram. Hoffentlich überdenken die Städteplaner die Toilettenlandschaft noch einmal.

Quelle: Noizz.de

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